#71 - Wie Digitalisierung neue Geschäftsfelder für Gutachter schafft – mit Philipp Kuhn von SKP Immobilien

Shownotes

In dieser Podcastfolge spricht Timo Stephan darüber, wie innovative digitale Lösungen die Wohnflächenberechnung revolutionieren und Immobiliengutachtern völlig neue Wege ermöglichen. Du bekommst Einblicke direkt von Philipp Kuhn in die Praxis, erfährst, wie bundeslandspezifische Anforderungen gelöst werden und wie du als Sachverständiger flexibler und effizienter arbeiten kannst.

Kontakt zu Philipp Kuhn: Webseite: https://immobilien-skp.de/ Email: anfrage@immobilien-skp.de

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Transkript anzeigen

00:00:00: Wie Digitalisierung neue Geschäftsfelder für Gutachter schafft.

00:00:04: Heute ein Interview mit Philipp Kuhn von SKP.

00:00:16: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge.

00:00:18: Heute habe ich mit im Interview den Sachverständigen Philipp Kuhn, der auch Geschäftsführer ist, der SKP Immobilien GmbH.

00:00:24: Hallo, Philipp, ich grüße dich.

00:00:27: Grüß dich, Timo.

00:00:28: Danke für die Einladung.

00:00:31: Jawohl, Philipp ich würd dich bitten, dass du dich mal kurz vorstellst, um zu sagen, wer bist du?

00:00:36: Und vor allem, wie bist du denn in Sachverständigenwesen gekommen?

00:00:39: Das ist ja häufig kein ganz stringenter Weg.

00:00:41: Und was machst du denn heute so?

00:00:45: Ja, danke dir.

00:00:48: Ja, kommen wir einfach direkt zum Punkt.

00:00:52: Mein Name ist Philipp Kuhn.

00:00:53: Ich bin jetzt Geschäftsführer der SKP Immobilien GmbH.

00:00:55: Ich bin mittlerweile auch schon 32 Jahre alt.

00:00:59: Und habe erfolgreich zwei Kinder zur Welt gebracht, welchen ich dann je nachdem, wann wir ausstrahlen, auch morgen zum ersten Schultag begleiten darf.

00:01:08: Also hoffe auch, was das Thema privat ist,

00:01:12: habe ich schon gut Vorleistungen getragen.

00:01:16: Ansonsten, ja, was das Thema des Geschäftes angeht, warum wir ja heute auch eigentlich zusammensitzen.

00:01:24: Ja, ich habe den klassischen Weg gewählt, sage ich scherzeshalber immer, ich habe mich mit 18 selbständig gemacht, so wie viele... es ist wirklich eine lange Geschichte.

00:01:41: Ich versuche es aber gerne kurz zu fassen, sodass es auch für euch alle erträglich wird.

00:01:46: Ich habe mich mit achtzehn klassisch selbstständig gemacht.

00:01:49: Ich komme ganz ursprünglich aus dem Krankenpflegebereich.

00:01:52: Ich habe mit 16 in einer großen Psychiatrie Krankenpfleger gelernt und vielleicht ist das auch ein Vorteil, der jetzt nachwirkt, denn Unternehmenspsychologie ist tatsächlich auch ein sehr interessantes Feld, was gerade auch im Immobilienbereich gar nicht schlecht ist, ab und zu mal sich damit auseinanderzusetzen.

00:02:12: Bin aber dahingehend eher klassisch in die Vertriebsrichtung eingestiegen mit 18.

00:02:17: Bin von jemandem angesprochen worden: "Das Geld liegt auf der Straße" und ich habe damals alleine in München gewohnt, ohne groß

00:02:25: Verwandtschaft und mich herum zu haben, die dann vielleicht auch mal sagen, hey, bist dir sicher, wenn Geld auf der Straße liegt, dann wird es ja jeder holen.

00:02:34: Naja, lange Rede, kurzer Sinn.

00:02:36: Ich bin dann dem mit hergegangen, stand dann auch Ruckzuck auf Tischen und hab geklatscht.

00:02:41: Also ganz klassisch der Einstieg in die Vertriebsschulung.

00:02:46: Hab dann aber auch schnell festgestellt, dass das tatsächlich nicht das ist, wofür ich mich abends vom Spiegel mit identifizieren möchte.

00:02:56: Es war schlichtweg nicht nur mein Produkt, sondern auch einfach nicht der Weg, den ich für mich dann auch schon in jungen Jahren gehen wollte.

00:03:05: ...

00:03:06: Waren es irgendwie Versicherung oder war es ....?

00:03:09: Genau, also wir sind abends um 22 Uhr in der Vertriebsschulung auf die Straße geschickt worden und dann hieß es

00:03:16: jetzt sucht sich jeder mal eine junge Mutter mit Kind.

00:03:19: Was man davon halten mag, bei Nacht, jemanden auf der Straße anzusprechen grad eine Mutter mit Kind.

00:03:25: Es sind genau solche Dinge, wo ich dann damit nicht gesagt habe, ist das dann wirklich das, was ich möchte?

00:03:31: Ich war blöderweise recht schnell erfolgreich, war dann auch innerhalb von sechs Monaten in sehr jungen Jahren dazu auserkoren geworden, die klassische Struktur mit aufzubauen.

00:03:46: Ich habe dann aber Dinge schon von Beginn an hinterfragt, nicht unbedingt, weil ich meine Zweifel hatte, sondern einfach, so ist es jetzt auch im Sachverständigenwesen.

00:03:55: Ich möchte einfach Dinge verstehen, warum manche Dinge laufen, wie sie laufen.

00:04:00: Da muss man ganz klar sagen, das ist in so einem klassischen Strukturvertrieb jetzt nicht unbedingt das, was gewünscht ist, sondern da soll marschiert werden und alle gehen in eine Richtung und einer gibt das Kommando und alle anderen dürfen hinterherlaufen.

00:04:18: Ja, von daher war ein klassischer Weg.

00:04:21: Ich glaube aber, ich habe da sehr viele Dinge mitgenommen, die mir jetzt oder auch vor allen Dingen, glaube ich, vor fünf, sechs Jahren, wo ich wichtige unternehmerische Entscheidungen treffen musste, mir geholfen haben, auch gerade in dem Bereich wie das Sachverständigenwesen, was damals, jetzt bin ich, zweiunddreißig, also vor knapp vierzehn Jahren, beziehungsweise da, wo ich dann die ersten Kontakte im Sachverständigenwesen habe, war ich dann einundzwanzig.

00:04:46: Nicht so wirklich State of the Art waren Sachverständigen -

00:04:51: eine Sachverständigen-Dienstleistung in der vertriebsorientierten Dienstleistung zu sehen.

00:04:55: Ja, im Ursprung sind es einfach sehr viele Einzelkämpfer oder halt größere Unternehmen, aber jetzt nicht wirklich das, was man aus dem klassischen Strukturbetrieb oder Vertriebsunternehmen näher dann kennt.

00:05:10: Ja, und das war so ein bisschen der Ansatz, wo ich dann gesagt habe, na ja, wenn es Versicherungen nicht sind, sollen es dann wirklich einfach Immobilien sein?! Dann bin ich natürlich aber auch gerade in einem Ballungsraum wie München, wahrscheinlich der 1101. Makler, der sich da... hab mal eine interessante Statistik vor ein paar Jahren vorgelegt bekommen.

00:05:30: Da war es so, dass du prozentual mehr Immobilienmakler angemeldet hast im Gewerbe des Immobilienmaklers, als das Monat Transaktionen an Immobilienverkäufe stattgefunden haben.

00:05:45: Bedeutet letztendlich ja, irgendjemand muss notgedrungen verhungern.

00:05:49: Und da war dann so mein Thema, wo ich auch ehrlich zu mir sein musste und sage, naja, ist es jetzt wirklich der sinnigste Weg, aus einem Versicherungsprodukt ein Immobilienprodukt zu machen.

00:06:01: Mir fehlt ja aber trotzdem genau die Grundlage, die es macht, um entspannt Unternehmer sein zu können, und zwar das Netzwerk und natürlich aber auch der Kundenstamm, wo man darauf zurückgreifen kann, jemand sagt, okay, ich kann auch befreit und ich als Person meine Dienstleistung am Markt anbieten.

00:06:20: Ich bin halt relativ schnell in jungen Jahren diese Bittstellerrolle verfallen zu sagen, ach lieber Kunde, ich bin doch wirklich der Beste, glauben Sie mir.

00:06:30: Und irgendwann saß ich vor einem knapp fünfzigjährigen BMWler und hab damals aber auch noch eine Versicherung verkauft an ihn.

00:06:38: Hab das auch erfolgreich geschafft.

00:06:40: Und er unterschreibt das Ding, legt dann den Zettel und den Vertrag vor mir hin, schiebt ihn rüber.

00:06:46: Ich denke mir so - geil passt.

00:06:48: War am Ende auch geil.

00:06:49: Ja, also, wir haben das gemacht.

00:06:52: Aber der hat da einen Satz gesagt, und der war: "Herr Kuhn,

00:06:57: denken Sie, ich habe heute unterschrieben, weil sie im Anzug und Kravatte vor mir sitzen?".

00:07:02: Und dann sage ich: "Weiß ich nicht?".

00:07:07: Sagt er ja bestimmt aus einem gewissen Grund.

00:07:08: Und dann sagt der: "Herr Kuhn, ich sitze wegen ihrer Kompetenz bei Ihnen,

00:07:12: mir ist ja alter klar, glauben Sie mir, ich bin auch nicht - in Bayern sagt mir auf der Brennsuppe da hergeschwommen -

00:07:21: ich bin da, weil ich Ihre Leistung mag;

00:07:23: weil ich das, was Sie machen, als seriös und richtig empfinde,

00:07:27: und nicht weil Sie vor mir verkleidet sitzen.

00:07:29: Weil sind wir mal ehrlich, Herr Kuhn, wie oft trage Sie in Ihrem Privatleben jetzt Schlips und Kravatte"

00:07:35: Ja, und da hat er natürlich einen Punkt.

00:07:37: Und da ist so nach und nach bei mir der Gedanke gereift.

00:07:44: Es muss vielleicht einfach auch das richtige Ich sein, was am Markt auch akzeptiert wird.

00:07:51: Es muss der richtige Kunde sein, der zu mir passt.

00:07:54: Und es muss das richtige Produkt an den Nutztausenden.

00:07:56: Ja,

00:07:56: finde ich finde ich ganz spannend.

00:07:57: Insbesondere, ich sage mal, klar, Anzug und Krawatte ist jetzt nicht für jeden was.

00:08:03: Es gibt aus der Marketing-Sicht einen sogenannten Anbieter-Avatar.

00:08:07: So ähnlich wie so ein Kunden-Avatar gibt es, sprich, wer ist in denn mein optimaler Kunde?

00:08:10: Gibt es auch genau das andersrum

00:08:12: Wie muss ich denn als Anbieter aussehen und wirken oder einfach auftreten, um als quasi ideeller oder optimale Anbieter einfach wahrgenommen zu werden?

00:08:22: Und das ist natürlich immer so ein Mittelweg, weil zum einen will man sich nicht zu weit verstellen und zu sagen, ah, das was ich an Kompetenz nicht habe, das versuche ich noch mit schöner Krawatte, Schlips und einem Anstecktuch irgendwie zu übertünchen.

00:08:33: Am Ende des Tages bringt alles natürlich nichts, zum anderen sagen man natürlich auch einen unprofessionell ersten Eindruck, kann auch wieder ganz schön nach hinten losgehen.

00:08:40: sodass da in meinen Augen

00:08:42: also immer so ein gewisser Mittelweg, das Optimum ist.

00:08:44: Und auch das, womit man sich persönlich einfach entscheidet.

00:08:46: Wenn man sagt, ich bin einfach ein Hemdträger, ich mag das lieber als ein Pullover oder ein T-Shirt, dann ist das das.

00:08:52: Wenn man sagt, ich bin eigentlich immer ein bisschen legerer gekleidet, aber sofern es eben noch angemessen und seriös und professionell wirkt, ist das auch vollkommen fein.

00:09:02: Es musst DU sein.

00:09:03: Ja, du als Charakter musst das verkörpern.

00:09:06: Und dann gibt es mit Sicherheit, genau die Leute zu denen das auch im Alltag passt.

00:09:11: Ja, wichtig war das Learning daraus, die Authentizität zu haben.

00:09:15: Also mich selber zu akzeptieren, als der, der ich bin.

00:09:20: Und das ist, glaube ich, ein langer und harter Weg, gerade wenn man sich auch in so jungen Jahren selbstständig macht, weil sind wir mal ehrlich, wer weiß denn so richtig mit 18, wo soll es hingehen?

00:09:31: Weil man sieht das, glaube ich, auch an der Entwicklung meiner Firma.

00:09:35: Ich habe mich dann mit 18 halt selbständig gemacht, war dann auch bis vor drei Jahren weiterhin immer als Einzelunternehmer tätig.

00:09:43: Hab dann über Umwege jemanden kennengelernt, der im Sachverständigenwesen tätig war.

00:09:47: Wir haben dann da angefangen, im Kleindarlehensbereich Objektbesichtigung durchzuführen, steuerbar.

00:09:55: Und hatte da dann auch zum ersten Mal die Schnittstellen mit dem Thema Grundriss und Wohnflächen.

00:10:00: Okay.

00:10:01: Aber heißt, das war zuerst der Versicherungsvertreter.

00:10:05: Im Anschluss war...bist du dann wirklich in die Maklerei eingestiegen oder hast du das "übersprungen"?

00:10:10: Ich habe in meinem Leben noch nie eine Immobilie verkauft und habe es auch nicht vor.

00:10:16: Ich fand es immer sehr sympathisch, was die Sachverständigenbranche mir konträr zur Immobilienbranche geliefert hat und selber die Überschrift einer Neutralität und einer Bewertung der Sache.

00:10:29: Bei den Immobilienmaklern an sich, also korrigiert mich gerne; auch in den Kommentaren, aber man verkauft Leidenschaften, man verkauft nicht nur das Objekt.

00:10:41: Aber da, man verkauft Emotionen, man verkauft Visionen.

00:10:46: Ich habe festgestellt, ich bin eher dann doch der sachliche Typ.

00:10:50: Daher hat dann auch der Sachverständigenwesen deutlich besser zu mir gepasst.

00:10:56: Ich habe festgestellt, im Sachverständigenwesen ist gegebenenfalls das, was ich als mein Vertriebs-Knowhow damals bezeichnen konnte

00:11:06: deutlich besser platziert, weil es weniger dieser krass dominanten und vor allen Dingen aber auch professionalisierten Vertriebe gibt, die es in der Versicherung oder in der Immobilienmaklerbranche 

00:11:19: tätig ist.

00:11:19: Da bin ich bei dir, da hast du natürlich viel schneller auch ein Vorteil gegenüber Sachverständigen, die vielleicht früher Architekten waren, dann die Erweiterungen gemacht haben, aber eigentlich von Verkaufen oder vertrieblichen ja Know-how, da eigentlich wenig bis nichts vorhanden ist.

00:11:33: Voll.

00:11:34: Und wie gesagt, Authentizität, ich musste es mir einfach eingestehen.

00:11:37: Vielleicht wäre ich auch schon ein Schritt weiter, oder ich wäre schon ein nächster größerer Immobilienmakler in München, oder - es war nicht mein Weg.

00:11:45: Und von daher bin ich dann denen das Sachverständigen weitergegangen.

00:11:50: Dem zugutegehalten war dann damals auch noch, dass ich bin über Sprengnetter, habe mich dann da zertifizieren lassen, habe parallel noch meinen Immobilienfachwirt über die IHK gemacht, um einfach auch der Selbstständigkeit so ein bisschen Futter und das, was ja doch immer noch wichtig ist in Deutschland, dass eben was auf meiner Visitenkarte draufsteht.

00:12:10: Ich, dem Ganzen, da ich schon auch noch ein bisschen eine Grundlage bilde.

00:12:16: Nichtsdestotrotz finde ich Wissen und Bildung grundsätzlich nicht verkehrt.

00:12:20: Na klar, das ist im Vertrieb nicht immer, nicht immer der, der am höchsten gebildet ist.

00:12:25: Ist auch ein Vertrieb der Beste.

00:12:27: Aber wie gesagt, ich musste auch erst mal das Sachverständigenwesen an sich kennenlernen.

00:12:32: Wie viele wissen, wenn du dich zertifizieren willst, brauchst du sowieso auch eine gewisse Grunderfahrung und die Sachen die auch meines Erachtens nach völlig wichtig gesetzt ist.

00:12:42: Nichtsdestotrotz war ich dann in der Zertifizierung so knappe, ca. 25 Jahre als und hab aber gemerkt wie mir der Markt mir entgegenkommt zum ersten Mal und dass ich von dieser Bittstellerrolle, die ich in meinen Anfängen der Selbständigkeit kennengelernt habe ja ein "Oh, ein 

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00:13:01: Ja, ein erachtenswerter junger Mann, der sich mit 25 Jahren

00:13:04: traut in eine vermeintlich trockene Rolle, wie die eines Sachverständigen ... ähm ... ja, sich traut da reinzugehen in dieses Thema.

00:13:13: Und bin da natürlich auch von Sprengnetter eigentlich ganz gut aufgefangen worden.

00:13:18: Und das hieß so ein bisschen so der ... der neue ... der neue Junge, der uns vielleicht auch hilft das Sachverständigenwesen....

00:13:24: Jetzt bist du natürlich aber auch ungefähr in meinem Alter.

00:13:28: von daher ... sind wir so ein bisschen die jungen Wilden damals und ich habe festgestellt, vielleicht ist das ja genau das Thema wo ich trotzdem aber auch Vertrieb, Unternehmer aber trotzdem auch mit gewissen, da kommen vielleicht später auch noch drauf,

00:13:45: das Thema Wohnfläche, die gewissen Gesetzesgrundlagen einfach auch einen Rahmen gibt was dabei (jetzt macht sich meine Kamera selbstständig) was einfach auch trotzdem dabei hilft, wenn man das notwendige Fach-Knowhow hat und weiß, wo sind gewisse Parameter hinterlegt, dass ich mir die auch holen kann.

00:14:06: Das ist natürlich im Vertrieb, wiederum ein bisschen anders.

00:14:10: Aber so war das die Mischung, die mir da in jungen Jahren dann gesagt hat, okay, lass doch mal den Weg weitergehen.

00:14:21: Du hast angesprochen gerade vorhin, du bist dann in den Kleindarlehensbereich zusammen mit einem Geschäftspartner.

00:14:26: Heißt, du bist direkt dann von dort, quasi hast du direkt die SKP gegründet, oder war das jetzt ein späterer Weg?

00:14:33: Nee, die SKP oder ...?

00:14:36: Genau, also wir haben dann da in, ich glaube, das waren noch so mit, 23, 24 ging das so los.

00:14:42: Ich habe dann da mein erstes Mal durch das Vertriebs-Knowhow versucht mit einfließen zu lassen und habe geschaut, kann ich ggf. mir in irgendeiner Art, naja, so wie es jetzt auch Einschläge in unser Leben am Markt machen, aber wie kann ich... gegebenenfalls mir ein Netzwerk aufbauen von der Technik her, wie in meinem Namen Aufträge für Banken fahr und ich nehme überall ein Overhead weg.

00:15:07: So dachte ich damals mit dem Vertriebsansatz zu sagen im Grundsatz bin ich ja dann vor einem Immobilienmakler, wenn es die Bank dann braucht wegen der Refinanzierung, whatever, bei den Kunden und kann vielleicht so auch Leads, wiederum abgreifen durch eine Empfehlung, weil der Kunde zu mir sagt, ach Herr Kuhn, jetzt sind es ja sowieso da für die Bank, hätten sie ggf. dann auch einen Immobilienmakler den sie mir empfehlen.

00:15:34: Das Empfehlungsgeschäft, kennt ihr alle, aber gerne, ja.

00:15:38: Ich glaube, da müssen wir noch ein bisschen den Hörer abholen.

00:15:41: Und zwar, was hast du damals gemacht, also im Kleindarlehensbereich?

00:15:46: Und was macht die SKP heute?

00:15:47: Weil ich glaube, wenn das nicht erklärt wird, dann ist es jetzt so ein bisschen, ja, schwierig nachzuvollziehen.

00:15:53: Also wir haben so einen klassischen Weg in Sachverständigenwesen begonnen.

00:15:57: Erst mal aufgrund der fehlenden Berufserfahrung, erst mal einen Kleindarlehensbereich angefangen mit Objektbesichtigungen.

00:16:04: Da startet man mit einer Außenbesichtigung,

00:16:06: man verifiziert quasi erst mal für die Bank, dass das zu finanziertes Objekt tatsächlich auch existiert.

00:16:13: Man sammelt Erfahrung, darf dann auch mal in die Objekte rein.

00:16:16: Das haben wir so lange gemacht, bis wir zu zweit dann im Monat über dreihundert Objekte in Gebiet Bayern allein besichtigt haben, allein terminiert haben.

00:16:27: Ja, von den Arbeitszeiten wollen wir, glaube ich, nicht sprechen.

00:16:30: Da habe ich auf jeden Fall kennengelernt, dass man auch, und da kann ich ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern, wir haben zum Teil, 25 bis 30 Euro Pauschale, pro Auftrag erhalten, wo man sich jetzt natürlich erst mal fragt, wie hat denn der Kerle das dann geschafft davon überhaupt zu leben oder darauf was aufzubauen?

00:16:49: Rechnet dann mal, wir waren so ein Schnitt zwischen sechzig bis achtzig Euro pauschal, mal dreihundert Euro im Monat plus das Alter mit 23, 24.

00:16:58: Ich hab auch jetzt noch nicht, ich hab Kinder, ja, hab auch da jetzt nicht in der Penthousewohnung gewohnt, sondern auch da relativ, ja, einfach und einfach auf das konzentriert, was mich gerufen hat.

00:17:14: Habe dann aber trotzdem festgestellt, naja, so ein Gutachten mit fünfhundert bis tausendfünfhundert, also so Kurzgutachten oder eine Marktpreisexpertise, haben wir es dann damals auch genannt.

00:17:24: Ja, vielleicht schon noch mal ein Hebel, was ich dann wiederum als Kopf der Struktur bedienen kann und die Leute in der Struktur unter mir beschäftigen sich dann eher mit den Kleindarlehensbesichtigungen.

00:17:37: Ja, mit SKP sind wir dann quasi, sind wir jetzt das Endprodukt aus dieser Erfahrung.

00:17:43: Ich habe zwischenzeitlich dann noch bis zu dreißig Kurzgutachten mit Beleihungswert für große Teilankäufer in Deutschland geschrieben, aber auch immer wieder das Thema Grundrisse und Wohnfläche von den Banken herangetragen bekommen.

00:17:59: Und die Kunden haben auch gefragt, hey, die Bank braucht jetzt eine Aktualisierung oder sie akzeptieren meine Daten nicht.

00:18:05: Und ja, um das ein bisschen abzukürzen, SKP ist jetzt das Endprodukt aus dieser gesamten Geschichte, wo ich auch noch ein paar Jährchen übersprungen habe, auch ein paar Jährchen, die, ja, ich glaube heute hören auch ein paar zu, die wahrscheinlich auch erst mal mit einem kleinen Leidensweg begonnen haben, bevor sie dann hoffentlich toi toi toi, klopfen auf Holz, ebenfalls heute dann trotzdem als Unternehmer da sitzen.

00:18:27: Aber ja, das Endprodukt ist das, dass wir heute keine Gutachen mehr schreiben... Wir schreiben, wir machen keine Kleindarlehensbesichtigungen mehr.

00:18:36: Das Einzige, was wir wirklich noch machen, ist deutschlandweit Grundrisszeichnungen und Wohnflächen berechnen.

00:18:42: Ja, jetzt wäre wahrscheinlich gleich die Frage, warum.

00:18:45: Ja zum einen das, es gibt es ja nicht nur die Nachfrage, also, weil werden nicht teilweise noch die Grundrisse und so weiter aus den, keine Ahnung, 50er, 60er, 70er Jahre weiterverwendet.

00:18:56: Oder gibt es da inzwischen irgendeine Pflicht, von der ich persönlich noch nichts weiß.

00:19:00: Die einfach dazu führt, dass jetzt sehr, sehr viele Grundrisse oder Wundflächenberechnungen neu gemacht werden müssen.

00:19:07: Also zum einen hast du erstmal das Problem, in der Regel leben die Leute, die damals die Unterlagen erstellt haben, leben jetzt nicht mehr, sprich Nachfragen können, in der Regel nicht beantwortet werden.

00:19:17: In Bayern sind einfach auch Architektenpläne nicht gestempelt oder unterschrieben, was auch praktisch ein Haftungsthema ist, wenn du jemanden hast, der plant und jemanden anderen, der ja, der erstellt oder baut, dann wird der Architekt, wenn er das Ganze nicht begleitet, dann nicht dafür garantieren, dass am Ende dann noch das dasteht, was es ist, sondern dann sind es erst mal Planunterlagen, leicht auch vermeintlich vom Kunden ja finale Grundrisse angesehen werden.

00:19:44: Das größte Thema ist aber in Deutschland immer die Gesetzgebung oder die rechtlichen Rahmenbedingungen und die sind einfach mit der Wohnflächenverordnung Anfang der 2000er Jahre

00:19:56: im Wohnimmobilien-Bereich klargestellt worden in Teilen, auch da könnte man glaube ich eine extra Folge darüber machen, was ich davon denke und halte und ist wirklich Klarstellung in den einzelnen Punkten so klar, dass wir hier ein ganz einfaches Geschäft haben und ich beschäftige mich jetzt sieben Jahre ausschließlich mit dem Thema Wohnfläche und wir haben immer noch einmal im Monat bestimmten einen Fall, wo wir uns angucken und sagen, holla die Waldfee, was machen wir jetzt damit?

00:20:24: Ja, aber da basiert es ein bisschen drauf.

00:20:26: Damals hatten wir noch drei, vier verschiedene Berechnungsgrundlagen, die alle zum Endergebnis Wohnfläche geführt haben.

00:20:33: Das hat man dann Anfang der 2000er mit der Wohnflächenverordnung ein bisschen klarer oder enger strukturiert.

00:20:40: Die meisten können auch noch die zweite Berechnungsverordnung und dergleichen.

00:20:43: Das ist da alles ein bisschen schlanker versucht worden, schlanker zu halten.

00:20:48: Was bedeutet das, wenn jetzt Frau Müller heute finanzieren will?

00:20:53: Und hat nur Wohnflächenunterlagen aus 1950.

00:20:57: Und sagt sie aber auch noch dazu, hey, ich habe 2000 oder 1995 auch mal renoviert oder noch schlimmer nach der Wohnflächenverordnung im Anschluss modernisiert und umgebaut und sind noch ein paar Wände raus.

00:21:11: Dann wird die Bank, dir heute in einem sehr hohen Prozentteil sagen, liebe Frau Müller, da müssen wir mal aktuell kurz reingehen.

00:21:20: Ja, die Gründe dafür sind, glaube ich, allen, die sich ein bisschen mit Wirtschaft und Politik beschäftigen, klar.

00:21:27: Geld ist nicht mehr so leicht und günstig zu erhalten, wie es noch vor ein paar Jahren war.

00:21:31: Und

00:21:32: meistens, wenn das passiert, ziehen halt die Banken dann auf die Kreditrichtlinien nach.

00:21:36: Und dann hast du, ja, kannst nicht sagen Pflicht, aber du hast so eine verkappte Pflicht. Wie löst ihr das?

00:21:43: Wir haben das, was wir jetzt monatlich an Aufträgen machen, haben wir vor drei Jahren fast in einem Jahr gemacht.

00:21:49: Weil na klar, haben wir uns drauf spezialisiert und ausschließlich dieses Thema jetzt auch mit Marketing angegangen, aber man merkt schon die massive Verschärfung der Sicherheitsgrundlagen für ....

00:22:02: Okay, würde mich jetzt interessieren noch, weil es ja sehr häufig so ist, dass wieder jedes Bundesland da ein bisschen seine eigene Süppchen kocht.

00:22:10: Gibt es irgendwelche bundesweiten, sagen wir mal, Regularien, oder ist das wieder von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich?

00:22:16: Mensch Timo, da fragst du jetzt aber.

00:22:19: Nein, das war natürlich ja.

00:22:23: Das war natürlich was, was das habe ich in meinem schwersten Jahr der Selbstständigkeit, 2023, ähm, bitter erfahren müssen.

00:22:30: Ähm, wir waren damals bis Mitte 2023, Oktober 2023 fast so, genau.

00:22:37: Waren wir nur regional im Bayern tätig.

00:22:39: Okay, haben wir auf einmal angefangen, weil, ja, 2023 ist, glaube ich, vielen auch ein Begriff.

00:22:46: Wollen wir nicht weiter darauf eingehen, waren, war ein hartes Jahr.

00:22:49: Nach einem goldenen Jahr 2022, hat das dazu geführt, dass wir notgedrungen von heute auf morgen expandieren mussten.

00:22:58: Ich bin einmal in der Woche dann noch nach Hamburg hochgefahren, in der Früh hin, in der Nacht wieder zurück um da dann Wohnflächen zu ermitteln.

00:23:04: Und auf einmal steht so ein Ding vor der Tür und das nennt sich dann Bauordnung.

00:23:09: Und davor steht noch Landesbauordnung.

00:23:11: Und man sagt so, okay Landesbauordnung, Aufenthaltsräume, Raumhöhe.

00:23:16: Ich dachte, wir gehen nach der Wohnflächenverordnung.

00:23:19: Na ja, und dann sagst du, ja klar, Bayern, nimmst du das halt mit, womit du tagtäglich zu tun hast, also die Wohnflächenverordnung und die Landesbauordnung Bayern, und dann sagst du, naja macht ja gar keinen Sinn, dass in Berlin leben ja jetzt nicht größere oder kleinere Menschen, warum sollte da ein Aufenthaltsraum eine andere Höhe haben, als es in Bayern geht?

00:23:37: Kann jetzt alles ausführen, warum/

00:23:39: wieso.

00:23:39: Es gibt Hintergründe und es gibt Erklärungen dafür.

00:23:42: Aber klar, wir haben dann auf einmal festgestellt, hey, nur weil du Experte im Bereich Bayern bist, heißt es noch lange nicht, dass auch die Landesbauordnung in Berlin, Nordrhein-Westfalen, whatever verstanden hast.

00:23:53: Ja, also, da gern nochmal rein.

00:23:55: Das Thema Wohnfläche ist leider auch da ein

00:24:00: ein sehr unterschiedlich, aber volatiles Gebot.

00:24:03: Okay, bedeutet aber auch, um das wieder ins Positive, weil inzwischen habt ihr aus den Erfahrungen gelernt, um es ins Positive zu ziehen.

00:24:09: Inzwischen kennt ihr euch auch... in jedem Bundesland aus, was da jetzt aktuell rechtlich, sag ich mal, wirklich Stand der Dinge ist.

00:24:17: So dass, wenn zum Beispiel ein Sachverständiger sagt, ich brauche jetzt eine Wohnflächenberechnung und ich habe keine Lust, das Ganze selber zu machen, dass man euch da auch mit ins Boot holen kann.

00:24:27:

00:24:28: Sonst, Timo, kann ich keine Unterschrift und keinen Stempel druntersetzen.

00:24:31: Das ist, glaube ich, das A und O bei uns bei Dienstleistungen.

00:24:35: Man feiert uns am Markt oder Markte, glaube ich, nicht unbedingt, weil wir es schöne Grundrisse darstellen.

00:24:40: Hoffentlich vielleicht auch, aber hauptsächlich darum, dass meine Unterschrift und mein Stempel drunter ist, indem ich quasi auf einer Bank signalisiere

00:24:48: ich verifiziere dieses Thema.

00:24:50: Und ja, mit zwei Kindern glaube ich schläft man recht unruhig, wenn man da Dinge abstempelt, wo man nicht mehr Experte ist.

00:24:56: Aber ja, auch da gab es eine Entwicklung.

00:24:58: Ja, am Anfang haben wir alle Google-Fenster offen gehabt, die man sich so vorstellen kann in den verschiedenen Bundesländern.

00:25:07: Wir haben es dann aber auch relativ schnell gemerkt.

00:25:10: Es wird ein nightmare.

00:25:11: Da wirst du irgendwann nicht mehr froh.

00:25:14: Gehst mal nach Ulm, da ist die eine Hälfte von der Stadt, ist Bayern und die andere, das ist hier ein anderes Bundesland.

00:25:20: Das muss einfach eingehen in dein täglich Brot.

00:25:23: Und wir haben es dann letztendlich darüber gelöst, dass wir in eine Modellierungssoftware mit investiert haben und haben da einfach unsere Vorgaben oder die Vorgaben der jeweiligen Länder anhand der Postleitzahlen auch direkt in die Software mit einfließen lassen.

00:25:38: Sodass die Software über die Höhenkennung nur beispielshaft wenns um die Raumhöhe geht, da ein Warnsignal gibt, hey entspricht nicht oder entspricht schon, weil wir müssen auch ehrlich sein, Bayern ist ein gutes Beispiel, wenn du nur den ersten Satz liest, steht in der Landesbauordnung drin, Aufenthaltsräume brauchen 2,40m , in Vollgeschossen, in Dachgeschossen, über fünfzig Prozent der Grundfläche über 2,20m.

00:26:03: Und dann kommt ganz am Ende ein Satz, Ausnahmen der Gebäudeklasse I und II.

00:26:09: So, dann haben wir das eigentlich am Anfang jetzt mal, um auch hier ein bisschen, ja, nicht nur die heile Welt zu generieren, also da liest man erst mal so drüber und man sich so denkt, na ja, da steht ja drin, Raumhöhe X muss da sein.

00:26:24: Und dann schaust du dir so den letzten Teilsatz an und dann guckst du, was sind Gebäudeklassen, dann guckst du rein, okay, Einfamilienhäuser, bestimmte Größe, einseitig angebaut, nicht angebaut, bedeutet, jedes Einfamilienhaus in Bayern ist eigentlich völlig egal, wie hoch

00:26:38: die Raumhöhe ist, weil solange es Gebäudeklasse I ist und eine bestimmte Fläche nicht überschreitet, ist die Raumhöhe völlig irrelevant.

00:26:46: Ja.

00:26:47: Ah, Mensch,

00:26:48: jetzt gehe ich nach Berlin, dann habe ich ja da dieselben Ausnahmeregelungen, brauch’ ich mich ja mit dem Thema Raumhöhe bei Einfamilienhäusern gar nicht mehr beschäftigen.

00:26:55: Ja, glaubst du, dass dieser Teilsatz dann in den anderen Bundesländern auch mit dasteht?

00:26:59: Nee, leider nicht.

00:27:04: Dann wird es langsam, langsam kompliziert, ja.

00:27:07: Und wenn du dann den Programmierer zum fünfzehnten Mal anrufst und sagst, ja, nee, in dem Bundesland ist es wieder so, der schlägt die Hände über den Kopf zusammen und sagt, was ist denn da eigentlich los in unserem Land?

00:27:19: Das heißt auch vor allem auch, ihr müsst natürlich auch die Gesetzeslage sehr, sehr gut im Blick behalten, was sich wie entwickelt, weil ihr es eben alles direkt mit in eurer eigenen Softwarelösung auch mit implementieren müsst.

00:27:29: Ansonsten, ja, am Ende des Tages vielleicht die falschen Grundrisse erstellt oder eben für irgendwas haftet, was so gar nicht richtig ist nach aktueller Gesetzeslage.

00:27:39: Was mich dann interessieren würde ist, weil, so wie bei VUK Digital, das Digital ja schon im Namen ist, ist auch eure Dienstleistung nicht mehr der klassische, ich gehe vor Ort und hol den Zollstock raus und vermess alles...

00:27:51: sondern ihr habt das Ganze ein bisschen eleganter gelöst.

00:27:54: Hol mich da mal kurz ab -

00:27:56: wie sieht denn jetzt aktuell so ein typischer Arbeitsprozess aus von... Okay, ich weiß, ein Grundriss soll erstellt werden oder eine Wohnflächenberechnung und wie so die einzelnen Schritte sind und was vielleicht dann der Sachverständige machen muss,

00:28:07: wenn er jetzt sagt, ich brauche sowas und will es nicht selber machen und was ihr dann macht.

00:28:13: Natürlich führen viele Wege nach Rom.

00:28:15: Ja, also braucht man niemanden sagen, du wirst noch heutzutage, egal ob jetzt 2025, 2035 oder 2050 ist, du wirst immer mit einem Zollstock Länge und Breite von einem Raum messen.

00:28:27: Aufgrund dieser schnellen Expansion, aber in dem Jahr, habe ich festgestellt, wir haben damals mit Magicplan, mit einem iPad und einem Handlaserscanner, die Grundrisse direkt beim Kunden vor Ort gemessen und auch gezeichnet, habe dann aber festgestellt, das mache ich und mein Kollege aus der Routine der letzten drei Jahre, die wir bei der Bank sammeln durften, in Zuge der Kleindarlehensfinanzierung, sprich das Haftungsthema hat jetzt nicht jeden Tag

00:28:52: wie ein Damoklesschwert über meinem Kopf geschwebt.

00:28:55: An dem Tag, wo ich aber gesagt habe, wir bieten das ausschließlich auch als Einzelunternehmen

00:29:00: SKP vielleicht um euch abzuholen, hieß damals Sachverständigenbüro Kuhn und Partner.

00:29:05: Da man einen offiziellen Partner braucht, wenn man die GmbH dann unter Partner schreiben möchte und da kein offizieller Partner außer Kooperationspartner, welche da nicht dazu gelten, ja, war mir das dann verwehrt.

00:29:16: Deswegen dann die Abkürzung von SKP.

00:29:21: Kam es aber dann dazu, da ich festgestellt habe, gut Gott, wie soll ich denn verifizieren, ob der Herr Schmidt, der vielleicht gestern auch noch auf Oktoberfest war, um das jetzt mal zu dramatisieren, dann drei Stunden nach Thüringen gefahren ist, da was gemessen hat und mir einfach nur das Endprodukt als 2D-Plan auf einem Tablet als PDF zur Verfügung stellt, wie soll ich das verifizieren?

00:29:43: und dafür gradestehen.

00:29:45: Und da kam ich schnell ins Schwanken und habe gesagt, oh Gott, oh Gott.

00:29:49: Ich glaube, so kann ich nicht schlafen.

00:29:50: Ja, dann stand ich ähnlich wie mit 18 vor dem Spiegel und hab gefragt ist, denn dass das, was ich wirklich möchte, möchte ich dieses Risiko für mich eingehen.

00:29:58: Und dann standen, nee, es war tatsächlich, es war eine Weiterbildung auch von Sprengnetter, wiederum über das Thema Wohnfläche.

00:30:05: Ich habe mich mit dem Dozenten dann da auch so ein bisschen unterhalten.

00:30:08: Wir haben recht viel Spaß gehabt, ähnlich wie mit dir jetzt wegen der Landesbauordnung.

00:30:13: Und dann sagt irgendwann; kam ein Kollege so rein und sagt, kennt ihr denn das Thema Matterport schon?

00:30:18: Dann sag ich so, was ist denn Matterport?

00:30:19: Und man sagt ja, vergiss das Wort Matterport, hast du dich schon mal mit 3D-Laser-Scanning oder 3D-Kameras beschäftigt?

00:30:26: Dann sag ich, nee, hatte ich so noch nicht auf den Schirm, außer das, was jeder gleich sagen wird, teuer.

00:30:34: Teuer und wahrscheinlich auch einfach massiv aufwendig, Daten aus diesen Geräten zu extrahieren.

00:30:40: Ich war noch viel blauäugiger, ich dachte mir, wenn ich bei Leica anklopfen und kauf mir da ein BLK 360 äh, für 15- oder 20000 Euro, was das damals gekostet hat, dann drücke ich am Ende auf den Knopf und hinten kommt das Fax raus mit dem fertigen Grundriss.

00:30:55: Na, bei weitem nicht.

00:30:55: Ja, und dann fängt erst das Problem an, weil dann unterhalten wir uns über Punktwolke und Software, aber das, da vielleicht ein bisschen tief.

00:31:02: Aber ja, lange Rede, kurzer Sinn.

00:31:04: Trotzdem war für mich ausschlaggebend zu sagen, wie kann ich ohne, dass ich persönlich als, als derjenige, der die Haftung übernimmt, wie kann ich nach verifizieren, ob die Angaben oder die Messdaten in dem Objekt auch sachverständig richtig angesetzt wurde.

00:31:20: Und ist da vielleicht eine Grauzone oder sind da gegebenenfalls auch noch Flächen unterhalb einer Treppe, die ich jetzt in einem normalen, 2D-Grundriss so gar nicht sehen würde es sein denn

00:31:30: der Ersteller hat mir das optimal hingelegt.

00:31:32: Aber was ist optimal?

00:31:34: Und was ist dann auch noch in Deutschland, Null-Prozent-Fehler-Toleranz?

00:31:38: Aber auch wieder andere Themen.

00:31:40: Aber ja, auf jeden Fall hatte ich so auf einmal durch eine sogenannte Punktwolke, die eine solche 3D-Kamera oder 3D-Scanner erstellt, hatte ich auf einmal bei mir auf dem PC und ich hatte eine Software, die mir geholfen hat, diese Punkte in dem Format oder in eine geometrische Form zu pressen.

00:31:59: Jetzt sagen die 3D-Modelle, aber auf jeden Fall ein Modell pressen konnte und ich konnte in Verbindung und jetzt ist das, glaube ich, der wichtigere Part und deswegen macht es auch

00:32:10: Sinn, selbst wenn man sich selbst mit der Modellierung nicht beschäftigen möchte, sich aber trotzdem an dem Thema auseinanderzusetzen.

00:32:16: Die 3D-Kameras von heute, ob es jetzt hier Matterport ist oder ein Leica-Gerät in Verbindung mit einem LiDAR-Sensor, also die ganz einfachen ViKo-Kameras heißt die, glaube ich, nur eine 360°-Tour ermöglicht es noch nicht, eine Punktwolke daraus erstellen zu lassen oder ... anzufassen.

00:32:35: Wirklich du brauchst eine LiDAR-Sensorik in dieser Hardware drinnen

00:32:39: hast aber immer wieder den Zusatz der 360°-Tour.

00:32:44: Bedeutet, wir legen heute über die Punktwolken das Foto oder das Bild der 360°-Tour und kann immer wieder hin und her switchen.

00:32:54: Vielleicht auch hinterher, wenn Fragen sind - meldet euch gerne, dann kann ich euch da auch mal so ein Video zur Verfügung stellen.

00:33:00: In der einen Ansicht wirst du nur eincolorierte Messfarben sehen, nein,

00:33:08: Messpunkte sehen, die eingefärbt sind.

00:33:11: Und in der anderen Perspektive legen wir das Bild drüber.

00:33:14: Wenn du jetzt nur die Messperspektive nimmst, könntest du mir niemals sagen, ist das jetzt eine offene Tür von einem Einbauschrank,

00:33:22: oder ist das wirklich eine raumhohe Wand, die wiederum dann von der Wohnfläche abgezogen wird?

00:33:27: An der Stelle, wo wir dann beides übereinander gelegt haben, waren wir auch so weit, dass wir sagen können, okay, Wir sehen, diese Messpunkte ist eine Tür, nicht wohlflächenrelevant - können wir also aus dem Modell rauslöschen und dann entsprechend sachverständig werten.

00:33:44: Ja, lange Rede kurzer Sinn.

00:33:45: Heutzutage, wir machen es jetzt über 200 Mal pro Monat, wir modellieren jedes Objekt, egal ob es jetzt eine 10m² Studentenwohnung ist oder ob es jetzt die Grünwaldvilla ist oder ist es das Mehrfamilienhaus mit über 3000m².

00:34:00: Wir modellieren jedes Objekt in 3D und nehmen aber wieder die Dateninformation aus einem 2D bemaßten Grundriss, der dann vom Banken und Behörden anerkannt wird.

00:34:10: Wir haben aber, und da ist wieder das Haftungsthema und auch das Thema mit den unterschiedlichen Bundesländern, wir haben quasi die Gesamtinformation, Höhe, Breite, Fenster, Türen, whatever, bereits mit dem einmaligen Scan der Immobilien mit dabei.

00:34:25: Okay, sehr, sehr spannend.

00:34:27: Sprich, der Scan vor Ort ist wahrscheinlich gar nicht mehr das Aufwendige.

00:34:30: Ich laufe da natürlich geordnet durch einmal durch jeden Raum, das ist sicherlich auch entsprechend eingewiesen oder mehr als denke ich, weil es jetzt nicht so kompliziert ist und ist da vielleicht in einer halben Stunde, Stunde durch, je nach Größe und alles andere, sprich diese Daten dann, also natürlich das Daten hochladen muss, von demjenigen durchgeführt werden, der das Gerät hat, aber dann alles andere übernehmt ihr, dass ihr daraus einem fertigen Plan macht.

00:34:56: Weil es jetzt für mich natürlich dann da auch noch mich interessieren würde.

00:35:00: Weil vielleicht nicht jeder Sachverständige auch ständig so eine Wohnflächenberechnung machen muss aktuell, wenn er zum Beispiel die Beleihungswertgutachten gar nicht so oft hat und dann die Banken das eigentlich eher seltener die Auftraggeber sind.

00:35:12: Brauche ich dafür ein extra Gerät?

00:35:14: Macht ihr das?

00:35:15: Geht da auch?

00:35:15: Ich habe zum Beispiel gehört, dass auch ein iPhone ein aktuelles so ein Lidar-Sensor mit drin hat.

00:35:21: Und ich sage mal, wenn ich so ein Gerät schon habe, was ich sowieso schon anderweitig nutze, reicht es oder sind die eigentlich nicht gut genug da

00:35:29: einfach, was ist denn sagen wir vielleicht mal so, das Investment auch vom Sachverständigen selber, um das auf diese Art und Weise zu lösen?

00:35:37: Ich glaube, dass mit dem Handy oder auch mit alternativen Geräten, gerade jetzt auch OpenAI, sind ja auch an verschiedenen Hardware-Themen dran.

00:35:47: Hoffentlich wird eines der Nächsten sein, dass es leichter wird.

00:35:50: Aktuell gerne da auch, wenn ihr Empfehlungen habt, kommt gerne auf mich zu.

00:35:54: Das, was ich vom Handy hinten rauskriege, entspricht einfach nicht der Genauigkeit, die ich aktuell am vor allen Dingen deutschen Markt brauche, um einen Stempel drunter zu setzen.

00:36:05: Ja, das kann in anderen Ländern schon gehen, wenn man sich jetzt überlegt, wo das Handy herkommt, die setzen da im Apple, in der Apple-Zentrale jetzt sich unbedingt großen Wert auf die Genauigkeit von der DIN- oder Wohnflächenverordnung in Deutschland, sondern für die ist es, es ist also eine Möglichkeit da, dass es funktioniert und du wirst damit auch scannen können, ist halt die Genauigkeit brauchst halt.

00:36:27: Ja, okay.

00:36:27: Ne, verstehe ich.

00:36:28: Aber trotzdem bedeutet, muss der Sachverständige selber sich so ein Gerät anfertigen.

00:36:32: Du hast vorhin schon angesprochen, die Dinger sind normalerweise nicht so günstig.

00:36:36: Oder macht ihr das mit oder wie läuft das normalerweise?

00:36:39: Genau, also wenn du mit uns kooperierst, gibt es verschiedene Modelle.

00:36:44: Wir möchten einfach auch die regionalen Sachverständigen wiederum ein bisschen mehr fördern.

00:36:49: Wir haben natürlich jetzt als SKP dieses Gesamtdeutsche-Gebiet erschlossen, haben auch etliche Netzwerkpartner, die mit uns zusammenarbeiten.

00:36:57: Ich gebe aber immer voraus, bitte liebe Sachverständige, verpflichtet dich nicht wieder einer Organisation und mach dich abhängig von meiner Auftragslage.

00:37:06: Ich sollte nur ein Grundraster sein.

00:37:08: Im besten Falle liefern wir dir die Anzahl an Aufträgen und an Scans, die es dir ermöglichen, dieses Gerät anzuschaffen.

00:37:15: Sie sind mal ehrlich, richtig Geld verdienen, wirst du nur, wenn du diese Dienstleistung für dich auch selber erhaschst.

00:37:20: Wenn du jetzt einmal eine Wohnflächenberechnung im Monat hast, dann ruft vielleicht lieber an und sagt, hey, kann jemand von euch kommen?

00:37:27: Ich mach mit dem Kunden den und den Preis aus.

00:37:30: Für die Vermittlung behalte ich mir X-Preis ein.

00:37:32: Dann ist das, glaube ich, aktuell noch der gängigere Weg.

00:37:37: Wir haben es aber in der Regel immer dann kennengelernt, dass wenn die Leute sich einmal mit dieser Thematik beschäftigt haben, es einfach... Naja, es ist wie so ein Samen setzen, so wie es bei mir damals auch passiert ist.

00:37:48: Und auf einmal blüht was in deinem Kopf und du denkst, okay, vielleicht ist da auch, gerade wenn wir das Thema Gutachten nehmen und uns anschauen, wie schwierig haben es wir Sachverständige?

00:38:02: Wir müssen nicht jammern glaube ich, aber trotzdem auch, wie viel schwieriger ist der Markt geworden seitdem das Sachverständige- oder das Gutachterwesen sich auch mehr in die neutrale Erstellung von Gutachten in Form eines Immobilienverkaufes implementiert hat.

00:38:18: Wie wichtig ist es denn vielleicht auch noch, mir andere Dinge links und rechts mal anzuhören und anzuschauen?

00:38:24: Und ja, das war ein Weg, den wir gegangen sind.

00:38:27: Wenn du mich nach Preise fragst, mit dem Gerät, ich nenne jetzt auch den Namen nicht weiter, muss hier nicht eine große Werbung machen, weil im Endeffekt arbeiten wir Endgerät unabhängig.

00:38:35: Für mich ist es:

00:38:37: Ich brauche eine Datenqualität und es geht, was gerade draußen am Markt

00:38:41: die beste Messgenauigkeit im Form der Punktwolke und der 360°-Tour liefert.

00:38:48: In Kombination geht es so um die sechs - sechseinhalbtausend Euro los.

00:38:52: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die, wir haben ein paar Netzwerkpartner, die mit uns zusammenarbeiten, die gesagt haben, hey, ich gründe gerade neu, ich schule um, ich gehe von Immobilienmakler nur auf den Sachverständigen, wo wir sagen, okay, hey, wir haben noch ein Gerät da.

00:39:07: Wollen wir vielleicht eine monatliche Miete machen?

00:39:09: Willst du es dir vielleicht erst zwei, drei Mal ausleihen?

00:39:11: Wir haben auch eine Kooperation mit einem großen Hardware-Lieferanten in Deutschland, der auch Endgerät unabhängig vermietet, also nicht nur der Firma hofiert, mit den Endgeräten arbeiten, die bieten zum Beispiel, und das kennst du, glaube ich, noch aus unseren Anfangszeiten, dass wir ein Projekt bezogenen Geräteversand mit Angeboten haben, bedeutet Müller-Sachverständige

00:39:34: in Hamburg hat ein Vierzigparteienhaus, was er bewerben muss und braucht dafür aber erst mal die BGF.

00:39:41: Das ist dann aber auch eine Größe, wo ich sage, da lohnt es sich dann auch mal, da nimmst du dann ein 80 Euro für die Tagesmiete in die Hand, jetzt das witzige

00:39:50: die Tagesmiete ist günstiger als der versicherte Versand.

00:39:53: Der Hin- und Rückversand lag damals bei 98 Euro.

00:39:57: Das Schöne war, der Go Express kam vor die Tür, hat gesagt, Hallo Herr Müller, hier ist die Kamera, ich komme in 48 Stunden wieder, selber Ort, selbe Zeit, dann nehme ich das Gerät wieder mit.

00:40:06: Liefer ich es jetzt an für die 98 Euro, weil ich muss mich im Endeffekt um nichts weiter kümmern.

00:40:11: Die Gerätemiete lag damals bei 80 Euro.

00:40:14: Sind wir ganz ehrlich, ist es jetzt die 3-Zimmerwohnung, dann wäre es auch immer noch nicht rentabel?

00:40:19: Mhm, okay, verstehe ich.

00:40:21: Trotzdem ist es eigentlich ganz spannend, da auch zu wissen, weil am Ende des Tages muss es sich, wenn man sich überlegt, das mit anzubieten oder darauf vielleicht als Alternative umzusteigen, auch wirtschaftlich rechnen.

00:40:32: Deshalb, was würdest du vielleicht empfehlen, wenn jetzt eben ein Sachverständiger überlegt, okay, mein Auftraggeber fragt sowieso danach, wie kalkuliere ich denn sowas, dass ich es am Ende des Tages auch... Ich auf jeden Fall auch ein bisschen was dazu

00:40:43: gewinne nicht nur Arbeit auslagere zum Nulltarif, was natürlich auch mehr oder weniger nur sinnvoll sein kann.

00:40:49: Ja, natürlich auch aus dem Nähkästchen plaudern, weil ich glaube, ich bin auch da, so ziemlich alle Höhen und Tiefen mitgenommen, die man da so mitnehmen kann.

00:40:57: Ein Herzensthema, was ich euch empfehlen kann, rechnet bitte nicht nach Wohnfläche ab.

00:41:02: Weil, was braucht die Bank in der Regel heutzutage auch dazu?

00:41:05: Den Keller und das unausgebaute Dachgeschoss.

00:41:08: Und jetzt dreimal könnt ihr raten, was keine Wohnfläche ist.

00:41:11: Und dann habt ihr, wie ich dann wahrscheinlich am Anfang, ein Faktor Euro X mal Wohnfläche genommen und auf einmal hast du gemerkt, oh, da war noch eine Tiefgarage mit dabei oder da war noch ein Keller mit dabei.

00:41:23: Noch einmal kommst du in die Bredouille und musst mir den Kunden über Preise nachfahren.

00:41:27: Bedeutet das schöne Wort, das haben wir so ein bisschen für uns als den richtigeren Wert bezeichnet.

00:41:35: Wir nennen das am Ende auch in unseren Dokumenten die ...

00:41:39: ... setzt sich zusammen aus Wohn- plus Nutzfläche.

00:41:42: Bedeutet, wir rechnen nach den Quadratmeter Gesamtfläche ab.

00:41:46: Das kann ich so kalkulieren, dass es auch für mich als, ja, als skalierbares Unternehmen oder skalierbare Dienstleistung dann auch trotzdem einfach und schmal gehalten wird.

00:41:58: Es gibt auch Kollegen, die berechnen je nach Geschossanzahl, es geht je nach Bundesland, je nach Entfernung.

00:42:06: Du kriegst bei uns, ob du jetzt in Usedom anrufst, kriegst du denselben Quadratmeterpreis oder die gleiche Pauschale.

00:42:15: Das sind da ja die nächsten Schritte, die man aber dann wirklich erst festlegen kann, wenn man auch weiß, wo ist die Range?

00:42:22: Bis wohin kann ich mit meinen Kunden gehen?

00:42:24: Da kann man auch nicht über konkrete Zahlen sprechen.

00:42:26: Aber auch das ist so

00:42:27: ein zweiter Tipp.

00:42:28: Legt euch niemals auf eine Pauschale fest, auf Aussagen des Immobilieneigentümers.

00:42:33: Weil für den ist sein Haus immer klein.

00:42:37: Ja, und wir haben schon Angebote rausgetan für Häuser, die sind zweihundert Quadratmeter groß und haltet euch fest, wir hatten dann eines:

00:42:44: Zweihundert war das Angebot und am Ende waren es achthundert Quadratmeter.

00:42:49: Ich weiß nicht, wie man sich so krass verschätzen kann.

00:42:52: Der Kollege hatte aber halt einen Schwimmbad dabei.

00:42:54: In dem Schwimmbad war noch eine Brücke gebaut und von dem einen in den anderen Flügel rüber.

00:42:59: Ich weiß auch nicht, ob er dann vielleicht auch nur geflunkert hat

00:43:01: weil er vielleicht auch so smart war und hat gesagt, naja, die rechnen nach der geschätzten Gesamtfläche ab, dann sage ich doch mal zweihundert.

00:43:09: Das funktioniert natürlich, dann musste dich als Unternehmer dann schon auch breit machen und mit einer breiten Schulter anrufen, und sagen hey, das ist schon Differenzwert, ist jetzt 200 oder 250 hey, dann fair, aber genau.

00:43:23: Also, ja, rechnet nicht nach Quadratmeter Wohnfläche ab und geht nicht auf Pauschalen, auf Basis, auf Aussagen

00:43:31: von euren Kunden, sondern wir haben noch so ein Passus damit eingepflegt in unsere Auftragsbestätigung.

00:43:38: Der finale Rechnungsbetrag berechnet sich auf Basis, der am Ende vor Ort durch SKP ermittelten Fläche.

00:43:45: Das war noch mal so die Anerkennung, wo wir am Markt dann gesagt haben, damit können wir uns mit den Preisen so durchsetzen.

00:43:51: Okay, schon mal ein sehr, sehr coole... coolen Einblick auch und da Tipps dann nicht alles selber falsch machen zu müssen.

00:43:57: Was mich jetzt interessieren würde, weil so wie du es bisher erzählt, das ist ja eher so ein

00:44:02: vielleicht

00:44:03: zusätzliches Geschäftsfeld, um vielleicht ein bisschen unabhängiger zu sein oder quasi eine Art, was mit anzubieten, was sowieso gefragt wird.

00:44:11: Wann würdest du sagen, als Sachverständiger macht es Sinn, das dann vielleicht auch im bisschen größeren Stil anzubieten, weil ich vermute mal auch, dass es noch nicht so viele Leute gibt, die jetzt eine Wohnflächenberechnung eine Digitalisierte anbieten, wie es eben die Leute gibt, die ein klassisches Wertgutachten erstellen.

00:44:24: Deshalb,

00:44:25: wann würdest du sagen, von welchen Sachverständigen kann das Sinn machen und wer soll vielleicht das einfach nur als Möglichkeit im Hinterkopf haben, um bei Bedarf mal darauf zurückzugreifen, einfach nur, dass es das gibt.

00:44:35: Aber es ist vielleicht nicht sein Geschäft darauf, ich sage es mal umzustellen oder zu erweitern.

00:44:41: Gute Frage, ob es da einen Schwellenwert gibt.

00:44:48: Also ich habe agiert nach Nachfragen.

00:44:50: Ja, ich habe mir den Markt angeschaut und dann glaube ich, muss jeder Unternehmer für sich das Risiko für sich selbst abwägen, bis wohin geht es.

00:44:59: Also ich glaube, wenn du zwei bis fünf Anfragen im Monat hast und du bist fit mit einem Laser-Scanner und einer Excel-Tabelle Wohnfläche zu ermitteln und die Bank erkennt das auch noch an -

00:45:10: Ey, dann brauchen wir noch nicht darüber reden, dass du 6000 Euro in die Hand nehmen sollst.

00:45:14: Hast jetzt aber fünf, sechs eigene Anfragen, ohne dass du tatsächlich Werbung machst.

00:45:18: Einfach nur, weil du eine regionale Präsenz als Sachverständiger hast.

00:45:22: Du kommst zufällig jetzt über den Podcast oder über Webinare auf SKP und stellst bei uns eine Anfrage.

00:45:30: Haben wir noch Nachfrage im Bereich Berlin.

00:45:33: Dann kann man gerne schauen und da bin ich aber auch immer ehrlich, wir überbelegen keine Region.

00:45:41: Also ich sage, lieber habe ich ein schmaleres,

00:45:44: gut ausgestattetes Netzwerk, als dass ich zehn Sachverständige mit einer Kamera in Berlin rumlaufen habe, bedeutet, wenn wir dir die Aussage geben, hey, wir haben zwischen fünf bis fünfzehn Aufträge sicher im Monat, die wir in deiner Region anbieten können, sofern du die notwendige Flexibilität hast, denn das ist das, was die meisten dann als nächstes vergessen, der Markt gerade auf oder im Bereich der Wohnflächenberechnung und Grundrisszeichnung erwartet in der Regel vorgestern das Ergebnis.

00:46:15: Weil es ist das notwendige Übel, um seine eigene Dienstleistung eigentlich zu finalisieren.

00:46:23: Sprich, der Immobilienmagler braucht für die Freigabe der Finanzierung eine Wohnflächenberechnung.

00:46:28: Wenn ich jetzt als Sachverständiger mich jetzt hinstelle und sage, na ja, in zweieinhalb Wochen habe ich Zeit und dann erstelle ich nochmal anderthalb Wochen die Unterlagen.

00:46:36: Dann wirst du da leider in der heutigen Zeit nicht mal wirklich Fuß fassen.

00:46:41: Die Rückmeldung, die wir haben ist; innerhalb von fünf Werktagen brauchst du einen Ortstermin in gesamt Deutschland und spätestens drei bis fünf Werktage nach dem Termin muss das fertige Ergebnis da sein.

00:46:51: Sprich, du hast maximal zehn Tage, zehn Werktage Zeit, um das fertige Dokument an den Markt zu kriegen.

00:46:58: Und wenn du merkst, der Markt macht Sinn und du willst gegebenenfalls auch die ich mit Gutachten ein bisschen weniger beschäftigen oder erst in Zukunft beschäftigen, dann ist das gerne Grundrauschen.

00:47:08: Wir haben aber auch wirklich jemanden in Hamburg zum Beispiel sitzen, der ist eigentlich Bauunternehmer und macht eher so Freelancer.

00:47:16: Der sagt, hey, manchmal sitze ich halt da und habe nicht so richtig was zu tun.

00:47:21: Ich habe gerade einfach nach was gesucht, habe ihr in dem Bereich Hamburg, denn nicht Interesse.

00:47:25: Ich habe da daran zwar, ich partizipiere nicht daran, aber so kann ich zumindest mir ein gewisses Grundrauschen.

00:47:31: hier generieren.

00:47:33: Ja, auch unter uns, uns hört ja niemand zu.

00:47:36: Dem haben wir die Kamera auch so hingestellt, weil so konnte ich erst mal explizit auch meine Marktverfügbarkeit in Hamburg sichern.

00:47:44: Jetzt sich anrufen und fragen, ob wir die Geräte verschenken oder das natürlich nicht, aber das sind natürlich so Wege und Möglichkeiten, wie man auch in einer Art Pionierleistung an den Markt geht und sagt, man muss auch mal testen.

00:47:58: Und ich verstehe jeden, der sagt, ey Herr Kuhn, solang das Ding da sechseinhalbtausend Euro kostet, dann habe ich da kein Interesse dran.

00:48:06: Dann sage ich, danke fürs Gespräch.

00:48:08: Der Samen ist gesetzt bei, glaube mir, in spätestens zwei bis fünf Jahren.

00:48:12: Sprechen wir ausschließlich von solchen Themen, dann kommen wir wahrscheinlich auch wieder zusammen.

00:48:18: Okay, nee.

00:48:19: Schon mal sehr, sehr guter

00:48:20: einfach auch Tipp, weil es muss immer auch die richtige Situation sein, was ich mir persönlich gut vorstellen könnte, wäre auch wenn man jetzt auch selber ganz frisch als Sachverständiger startet und sagt, ich habe sowieso gerade wenig bis nichts zu tun, habe vielleicht doch diese Flexibilität, habe noch kein großes Netzwerk an Steuerberatern, an Anwälten, die mir Aufträge weiterreichen, nenne ich es mal, oder die hier auf mich verweisen, und ansonsten passiert gerade relativ wenig.

00:48:44: Und ich bin eben

00:48:45: gewillt, da auch richtig Vollgas zu geben und auch schnell zu sein, schnell zu agieren, kurze Terminzeiten auch zu ermöglichen, dann sehe ich schon als gutes -

00:48:55: wenn es auch nur vielleicht ein Zubrot ist, aber insbesondere für den Anfang, um sich um seine Selbstständigkeit Stück für Stück aufzubauen.

00:49:01: Du hast ja gesagt, es hat viele, viele Jahre gedauert, bis man da mal herausgefunden hat, wo man eigentlich hin möchte und was am Ende des Tages Spaß macht.

00:49:08: Okay, cool.

00:49:09: Zum Abschluss würde ich noch fragen, so ein Tipp, weil in meinen Augen bist du der perfekte Kandidat tatsächlich für diesen Podcast.

00:49:15: Der Podcast geht hauptsächlich um das Thema Marketing, Verkaufen und Unternehmertum und alle drei Sachen hast du jetzt so sag ich jetzt mal schon deine Erfahrungen sammeln dürfen.

00:49:24: Was würdest du sagen für einen Sachverständigen, der jetzt vielleicht gerade ein bisschen, ja, ich nenne es im neu- deutschen Mal "struggled" und nicht so diese planbare Auftragslage hat oder da vielleicht auch sich aktuell noch unter Wert verkaufen muss?

00:49:37: Was hast du vielleicht Tipps?

00:49:38: Wie sollten sie anfangen?

00:49:39: Was sind so vielleicht die Schritte, die du jetzt mit deinem ganzen Knowhow da empfehlen würdest?

00:49:45: Hört euren Kunden zu.

00:49:47: Hört dem Markt zu.

00:49:49: Und versucht nicht dem Markt zu erzählen, was er braucht.

00:49:52: Sondern manchmal, und damals, das war mein Glück.

00:49:55: Ja, und wie gesagt, viele sagen zu mir, hey, Philipp, du hast da voll die geile Entscheidung getroffen.

00:50:01: Es war genau das Richtige, wo ich einfach sage, hey, Leute, ich hab einfach gehört und mein Gefühl hatte mir gesagt, geh dem nach, da ist etwas, worin du dich wiederfindest.

00:50:11: Verkauf dich nicht.

00:50:12: Wenn's nicht dein Kunde ist, dann ist es nicht dein Kunde.

00:50:15: Aber sei auch mutig.

00:50:16: Und vielleicht so eine kleine Anekdote:

00:50:20: Ich habe vor fünf, sechs Jahren eine richtige Entscheidung getroffen.

00:50:22: Ja, fair und danke für die Blumen und es wird schon alles gut.

00:50:26: Und ich kann auch sehr gut davon leben.

00:50:28: Wir sind jetzt mittlerweile zwanzig, fünfundzwanzig Leute.

00:50:31: Wir machen auch einen Umsatz, da ich sage, da macht's Spaß.

00:50:36: Aber mir muss mit zweiunddreißig trotzdem auch klar sein, dass ich bis zur Rente immer noch ein paar Jährchen habe.

00:50:41: Und nur weil ich vor fünf, sechs Jahren eine richtige Entscheidung getroffen.

00:50:45: Werde ich nicht in fünf, sechs Jahren mich hinsetzen können und sagen, ach, ich mache jetzt einfach alles so, wie damals, weil da hat es auch geklickt.

00:50:52: Diese Zeit und dieses, ja, nennen wir es einfach, diese Zeit, die sie ist, sie fordert uns so viel ab und vor allen Dingen auch so viel Flexibilität.

00:51:02: Wir gehen da jetzt gar nicht mehr groß rein, aber ich komme von dem mobilen, von einem Vertriebler der Versicherung verkauft, in das Sachverständigenwesen.

00:51:12: In dem Sachverständigenwesen zu Gutachten, zu Wohnflächenberechnungen.

00:51:15: Und jetzt mein nächster Schritt ist eher in Richtung Software, da mich weiterzuentwickeln, weil wenn wir ganz ehrlich sind, wenn das Ding hier, (ich habe gerade mein Handy hochgezeigt), wenn der Lidar-Sensor hinten am Handy so weit ist, dann werde ich als SKP nicht mehr mit einer Matterport-Kamera draußen rumfahren und meine Scan-Dienstleistung verkaufen.

00:51:35: Ich muss mir jetzt schon wieder Gedanken machen, was ist in fünf bis sechs Jahren das Ding, dass ich sage, damals habe ich die richtige Entscheidung getroffen.

00:51:43: Also hab Mut, geht raus.

00:51:45: und sprecht, seit offen.

00:51:47: Also was ich gemerkt habe, ist einfach, viele Leute urteilen so oder so über dich.

00:51:52: Viele Leute schreiben im Internet so viel Quatsch und haben/sagen, ach der hat Glück, dem wurde alles geschenkt oder was auch immer.

00:51:59: Machen sie so oder so.

00:52:00: Hab Mut, sei ehrlich zu dir selber und ergreif die Chance, die hoffentlich vor dir liegt.

00:52:06: Und sonst würde ich allen alles Gute wünschen.

00:52:09: Ich würde mich freuen auch gerade dich, auch Timo, mal persönlich nochmal zu sehen.

00:52:15: und der Rest auch, und ansonsten, ja, schreibt uns, schreibt mir.

00:52:21: Mein Positivstes war immer, wenn ich gesendet habe, habe ich auch immer auch empfangen.

00:52:27: Ich glaube, das ist ein schönes Abschlusswort.

00:52:30: Gebt was, dann werdet ihr auch was erhalten, ob es positiv am Ende ist, das steht auf einem anderen Blatt.

00:52:38: Ja, nein, vielen Dank dir, Philipp, für diesen spannenden Einblick auch in diese neue Welt der digitalen Wohnflächenberechnung.

00:52:44: Ich denke mir als Zuhörer oder Zuschauer, wenn du jetzt als Sachverständiger gerade zugehört hast und rüber nachdenkst, wie du vielleicht dein Geschäft in dem Hinblick erweitern kannst, sei es mit einem skalierbaren Modell, was vielleicht weniger Messaufwand hat als früher, dann schau einfach gern mal bei SKP vorbei und sprich einfach mal mit den Jungs.

00:53:02: Und ansonsten, wenn du wissen willst, wie du dein eigenes Sachverständigenbüro generell sichtbarer machen möchtest, um auch abgesehen von den Wohnflächenberechnungen einfach mehr Aufträge zu bekommen, die sich auch wirklich rentieren.

00:53:13: Und da eine planbare Auftragslage für deine Zukunft im Sachverständigenbüro zu haben, dann schau gerne auf vuk-digital.com vorbei und trage dich für ein Erstgespräch ein.

00:53:22: Und ansonsten sage ich danke dir und bis bestimmt zu irgendwann wieder.

00:53:26: Ich glaube, da ist natürlich so viel Gesprächsstoff offen, dass wir da locker noch zwei, drei weitere Folgen mal aufnehmen können.

00:53:32: Ja, danke dir und euch.

00:53:34: Alles Gute.

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