#130 - Vom reinen Gutachter zum Unternehmer: Der wichtigste Mindset-Shift
Shownotes
In dieser Podcastfolge spricht Timo Stephan darüber, wie du als Sachverständiger den entscheidenden Mindset-Shift vom reinen Gutachter zum erfolgreichen Unternehmer schaffst. Erfahre, welche Denkweisen für nachhaltigen Unternehmenserfolg wichtig sind und wie du mit klaren Prozessen dein Sachverständigenbüro langfristig weiterentwickeln kannst.
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00:00:00: Vom reinen Gutachter zum Unternehmer. Das sind die wichtigen Mindset-
00:00:04: Shifts.
00:00:12: Mein Name ist Timo Stephan, ich bin Geschäftsführer der VUK Digital
00:00:16: und wenn du dein Sachverständigenbüro wirklich nach vorne bringen willst und nicht nur
00:00:20: ja, ich will eine Selbstständigkeit haben und selber alles machen, gut
00:00:24: davon leben, sondern ich will wirklich ein Unternehmen aufbauen, was im
00:00:27: Laufe der Zeit einen Wert in sich hat, was ich nachher auch gut an
00:00:31: den Nachfolger übergeben kann oder auch notfalls verkaufen kann. Genau dann
00:00:35: ist es wichtig, dass du auch in deiner Denkweise, neudeutsch,
00:00:39: dein Mindset einen gewissen Wandel
00:00:42: durchlaufen musst, was da wichtige Punkte sind, die dir einfach klar sein
00:00:46: sollen oder wie dein Selbstbild im Laufe der Zeit sich verändern sollte, um ein
00:00:49: erfolgreiches Unternehmen, erfolgreiches Sachverständigenbüro aufbauen zu können.
00:00:54: Genau das gehen wir jetzt Punkt für Punkt durch. Dabei ist ganz
00:00:58: wichtig - du kannst das Ganze auch gedanklich durchspielen,
00:01:01: wenn du noch Einzelgutachter bist, wenn du eine One Man
00:01:05: Show bist und noch keine Mitarbeiter hast. Es geht in erster Linie erstmal
00:01:09: darum, die richtige Denkweise zu etablieren, bevor man dann
00:01:12: sich Unterstützung sucht, sei es in Form von Assistenten, sei es in Form von anderen
00:01:16: Sachverständigen etc. Solltest erst mal
00:01:20: eine andere Denkweise nicht ein oh, ich kann das jetzt erst machen, wenn ich schon
00:01:24: einen Mitarbeiter habe oder bevor ich jetzt den ersten einstelle. Das
00:01:28: Ganze sollte nämlich zuerst bei dir intern in deinem Selbstbild, in deiner
00:01:31: Wahrnehmung durchgeführt werden oder passiert sein, bevor du das
00:01:35: Ganze dann, ich sage jetzt mal, in der Realität auch so
00:01:38: aufbaust. Der Punkt Nummer 1, der wichtigste Punkt, den
00:01:42: du gedanklich durchlaufen haben musst, wenn du wirklich ein Unternehmen
00:01:46: aufbauen willst, ist, dass du nicht mehr nur
00:01:49: noch Fachkraft bist, sondern auch noch
00:01:53: Manager und Unternehmer. Die Fachkraft ist die Person, die
00:01:56: nachher etwas tut, etwas ausführt. Da du
00:02:00: aktuell wahrscheinlich noch alleine bist, machst du eben sowieso alles. Aber es geht mehr
00:02:04: darum, dass der gedankliche, ganz normale Angestellte normalerweise
00:02:08: eine Fachkraft ist, denn ein genau definiertes Rollenprofil
00:02:11: oder Anforderungsprofil, was seine Aufgaben sind und er führt einfach
00:02:15: diese Aufgabe aus. Die anderen beiden Fraktionen aber der Manager,
00:02:19: Unternehmer haben eine ganz andere Aufgabe. Der Manager ist zum Beispiel
00:02:22: jemand, der schaut, dass die Abläufe
00:02:26: optimiert werden, der schaut, dass zum Beispiel
00:02:28: Prozessdokumentation stattfindet und der eben schaut,
00:02:32: dass an sich die einzelnen Teilbereiche, die es nachher immer
00:02:35: in einem Unternehmen gibt, eben gut und effizient
00:02:39: zusammenarbeiten. Sprich, der Manager ist hauptsächlich für das operative
00:02:42: Tagesgeschäft aus Prozesssicht
00:02:46: notwendig und ist eben seine Hauptaufgabe. Wohingegen der
00:02:49: Unternehmer diese dritte Persönlichkeit, die du
00:02:53: entwickeln musst, jemand ist, der langfristig
00:02:56: denkt, der strategisch Plan, der überhaupt schaut, was ist denn überhaupt
00:03:00: potenziell künftig meine Zielgruppe, mit wem möchte ich
00:03:03: zusammenarbeiten, welche Leistungen werden künftig gefragt werden, wo entwickelt
00:03:07: sich der Trend hin, der Markt, wie kann ich mein
00:03:10: Sachverständigenbüro schon jetzt zukunftsträchtig aufstellen, sodass ich,
00:03:14: wenn dann vielleicht ein Shift kommt, sei es in Form von Gesetzesänderung oder eine
00:03:17: andere Art von Trend, Beispiel
00:03:20: Preissprünge in irgendeine Richtung, weil deutlich mehr
00:03:23: KI getrieben passiert als jetzt aktuell noch oder in der Vergangenheit
00:03:27: oder irgendeine andere Art von Entwicklung. Das ist die
00:03:30: Aufgabe des Unternehmers, strategisch und langfristig zu überlegen,
00:03:35: wo soll sich das Unternehmen hin entwickeln. Wohingegen die Fachkraft
00:03:39: nur auf den jetzigen Auftrag schaut, okay, wo bekomme ich meine Unterlagen her, wann muss
00:03:42: ich den Besichtigungstermin ausmachen, wo muss ich morgen sein? Und der
00:03:46: Manager schaut, okay, wie können die Prozesse denn optimiert werden? Schaut der Unternehmer eben
00:03:50: eher langfristig, wo soll sich das Unternehmen überhaupt hin entwickeln und
00:03:53: schaut weniger auf den Auftrag, der jetzt heute und hier gerade geschrieben werden muss,
00:03:57: das Gutachten und diesen mentalen Shift hinzubekommen, bloß mal im Verständnis, dass
00:04:01: es auch wichtig ist, nicht nur zu schauen, wie komme ich denn jetzt den nächsten
00:04:04: Monat über die Runden, sondern wo möchte ich mein Unternehmen langfristig hin
00:04:08: entwickeln. Sei es in irgendeine Art von Spezialisierung, sei es
00:04:12: in irgendeine Art von Zielgruppe,
00:04:15: die eben im Laufe der Zeit angesteuert werden möchte
00:04:19: oder sollte oder welche Zusatzangebote und Produkte wären
00:04:23: denn hilfreich für die Kunden und wie kann ich diese dann
00:04:27: im Laufe der Zeit noch dazu entwickeln und erstellen,
00:04:31: um eine Unterscheidung zu haben, ist dann dadurch einfacher auch in der
00:04:35: eigenen Kundengewinnung Auftragsgewinnung zu haben und eben das Unternehmen dann auch
00:04:38: wertvoller zu machen für den potenziellen Käufer. Das zweite, was extrem
00:04:42: wichtig ist, ist eben der Gedanke, statt nur ich mache
00:04:46: etwas im Sinne von ich muss das ausführen. Natürlich, wenn du aktuell der Einzige
00:04:49: bist im Büro, dann musst du - da bin ich voll und ganz bei dir.
00:04:53: Aber gedanklich muss der Shift eben eher hin passieren zu "Ich
00:04:56: baue Systeme auf". Systeme aufbauen bedeutet, ich
00:05:00: dokumentiere zum Beispiel etwas. Ich baue irgendeine Art von Prozess
00:05:03: auf, der zum einen an sich in sich stimmig ist und der
00:05:07: auch aber dokumentiert ist, sodass das ist nämlich der riesengroße Vorteil von
00:05:11: Prozessen zum einen das Ding immer gleich abläuft und nicht
00:05:15: ein ja, ich mache das so nach Bauchgefühl oder nach Kopf.
00:05:18: Ähnlich kann auch erst mal nur eine Art Checkliste sein. Aber der riesengroße
00:05:22: Vorteil ist eben, dass man das auch anderen Leuten beibringen kann.
00:05:26: Und gerade eben, wenn du ein Unternehmen aufbauen willst, ist natürlich deine eigene Arbeitszeit
00:05:30: irgendwann mal der limitierende Faktor, sodass eben Mitarbeiter
00:05:33: dazukommen, die eben Teilbereiche deiner
00:05:37: aktuellen Tätigkeit dann nachher als Fachkraft übernehmen.
00:05:40: Wenn da aber nichts dokumentiert ist oder du dir selber unschlüssig bist, wie das denn
00:05:44: normal abläuft, ich mache das halt so, wie gerade die Mail reinkommt, dann
00:05:47: ist es sehr schwer und sehr unzuverlässig und es wird dazu führen, dass zum einen
00:05:52: auch häufiger Fehler gemacht werden, weil es eben keine klar strukturierte
00:05:56: Arbeitsweise gibt. Es ist bei Sachverständigen oder bei vielen
00:05:59: Sachverständigen ein geringeres Problem, weil einfach der
00:06:03: Menschentyp, sag ich mal, sehr strukturiert ist von Haus aus. Aber trotzdem
00:06:06: ist gerade dieses gedankliche Ich baue Systeme auf und Prozesse und
00:06:10: Dokumentationen, sodass ich es auch anderen Leuten beibringen kann,
00:06:14: der richtige Schritt, der auch gerne nebenbei passieren kann, während
00:06:18: du sowieso die Tätigkeit machst, einfach mal zu dokumentieren, was mache ich denn? Und dann
00:06:21: überlegen, welche Reihenfolge ist vielleicht optimaler Und auch dann
00:06:25: gedanklich okay, was können denn Mitarbeiter künftig in einem Block machen, ohne dass
00:06:28: man sich dazwischen funkt oder aufeinander warten muss bei gewissen
00:06:32: Teilaufgaben. All das ist die Aufgabe nachher eines Unternehmers, wenn
00:06:36: er eben wirklich ein systematisches, prozessoptimiertes
00:06:39: Sachverständigenbüro aufbauen möchte. Das heißt aber auch, je besser
00:06:43: diese ganze Vorarbeit von dir geleistet wird, diese Dokumentation
00:06:47: und gedanklich schon Unternehmen zu konzipieren,
00:06:51: desto einfacher ist es nachher einen Mitarbeiter
00:06:54: einzulernen, sodass er relativ schnell dann auch produktiv ist.
00:06:58: Das heißt, dass er nicht nur Gehalt kostet, sondern auch wirklich eine
00:07:01: Arbeitsleistung erbringt, die unterm Strich die als
00:07:04: Unternehmer, als Inhaber des Büros eben selber
00:07:08: lukrativen wirtschaftlichen Mehrgewinn liefert. Und das ist
00:07:11: extrem wichtiger Part, weil wenn dort nichts dokumentiert ist und du zum Beispiel
00:07:15: auch nur dem Mitarbeiter beibringst, dann ist, sobald der Mitarbeiter, warum auch immer mal nicht
00:07:19: mehr wieder da ist, musst du von vorne anfangen. Wohingegen, wenn die Dokumentation
00:07:22: immer weiter optimiert wird und verbessert wird, dann kannst du diese Dokumentation
00:07:26: auch dem neuen Mitarbeiter weiterreichen und er kann sich
00:07:30: natürlich in einem gewissen Rahmen eigenständig in die Thematik auch einarbeiten. Was
00:07:34: aber auch noch ganz wichtig ist, das ist nämlich der letzte Part hier, ist, dass
00:07:37: du ein Bewusstsein schaffen musst, eben auch abgesehen von diesen drei
00:07:41: Rollen Fachkraft, Manager, Unternehmer,
00:07:45: auch dass du als Unternehmer mehr Aufgaben hast, wie
00:07:48: nur Gutachten schreiben und dann so wie jedes klassische Unternehmen
00:07:52: eben verschiedene Geschäftsbereiche hat, die einfach alle benötigt werden.
00:07:56: Nur um mal ein Beispiel zu nennen: Wir haben die Kundengewinnung, die sich normalerweise aufteilt
00:08:00: in Marketing und Vertrieb. Wir haben natürlich die Leistungserbringung,
00:08:03: neudeutsch Fulfillment, sprich das Gutachten erstellen bei dir.
00:08:07: Wir haben nachher die Buchhaltung, wir haben das Finanzwesen, wo
00:08:11: geschaut, was ist das Unternehmen denn wirtschaftlich im
00:08:15: grünen Bereich? Wir haben das Thema Forderungsmanagement, dass die Rechnungen
00:08:19: auch bezahlt werden, die gestellt werden. Wir haben das Thema
00:08:22: Personal, das heißt einmal Personal finden, einmal Personal entwickeln und
00:08:26: eben fortbilden. Wir haben das Thema Produktentwicklung.
00:08:29: Das sind alles verschiedene Geschäftsbereiche, wo du erstmal
00:08:32: gedanklich überhaupt das Bewusstsein dafür haben muss,
00:08:36: dass die existieren und dass die künftig als Unternehmer voll
00:08:40: und ganz auch natürlich Teil deiner Aufgabenbereiche sind. Und dabei ist natürlich
00:08:44: so, dass am Anfang trotzdem das Gutachtenschreiben vielleicht 80
00:08:48: bis 90 Prozent deiner Arbeitszeit in Anspruch nehmen wird. Aber
00:08:53: der Gedanke muss sein, dass du für jeden Teilbereich erstmal
00:08:56: an sich für dich selber klarmachst, welche Prozesse habe ich hier
00:09:00: und wie läuft das Ganze ab und nachher eben Personen suchst,
00:09:04: die dann diese Rolle ausfüllen. Dabei ist eine wichtige
00:09:07: Sache natürlich in einem Sachverständigenbüro, dass du nur in einer gewissen Art
00:09:11: und Weise, ich nenne es jetzt mal im neudeutsch spricht man skalierfähig bist.
00:09:15: Das heißt eben dein Unternehmen aufbauen kannst. Es ist deutlich einfacher,
00:09:19: in Anführungszeichen Unternehmen klassisch aufzubauen, zum Beispiel wenn
00:09:23: du irgendeine Art von Maschine hast, die nachher ein Bauteil produziert, weil
00:09:26: dann kaufst du die Maschine, du suchst dir einen Mitarbeiter, der die Maschine bedient
00:09:30: und dann läuft es in Anführungszeichen autark. Wohingegen natürlich
00:09:34: als Sachverständiger durch dein Höchstpersönlichkeitsprinzip immer selber
00:09:38: zum einen unterschreibst und auch selber die Besichtigung vornimmst, bei
00:09:41: den Gutachten natürlich immer in diesem Prozess mit
00:09:45: involviert bist. Aber du solltest gedanklich dein Büro
00:09:49: betrachten wie eine Art Arztpraxis. Auch da ist natürlich der Arzt
00:09:53: ein zentraler Punkt in diesem gesamten Unternehmen.
00:09:56: Aber trotzdem macht der Arzt nicht alles von A bis Z selber, sondern er hat
00:10:00: Leute, die sich um die
00:10:03: Voruntersuchung kümmern, sie haben Leute, die Rechnungen schreiben,
00:10:07: sie haben Mitarbeiter, die den Empfang regeln etc.
00:10:10: pp. Und dass der Arzt nachher seine "eigenen Zeiten"
00:10:14: möglichst produktiv einsetzt, indem er
00:10:17: nur da wirklich auch tätig ist, wo er wirklich auch gebraucht wird aufgrund
00:10:22: seiner Expertise und Co. Und genauso solltest du auch im Laufe der
00:10:26: Zeit ein Sachverständigenbüro aufbauen. Das ist auch der Grund, genau wegen
00:10:30: dieser Konstellation, wie bei den Arztpraxen, weshalb die meisten Sachverständigenbüros
00:10:34: eben nie größer werden, sage ich mal,
00:10:37: als so zehn Mitarbeiter. Das ist meistens so eine Schwelle, weil
00:10:41: man da eben noch einen Experten in der Mitte hat, zum Beispiel dich und die
00:10:44: Leute, die drumherum die Vorarbeiten, die auch Teilbereiche abnehmen. Aber
00:10:49: genau dann kann eben ein Sachverständigenbüro locker viele Millionen Euro Umsatz
00:10:53: im Jahr machen, genau mit dieser Art von Konstellation, wo
00:10:57: du dich auch nur noch auf deine Genie-Zone fokussierst
00:11:00: und bei dem Rest eher im Hintergrund bist und das Unternehmen
00:11:03: aufbaust mit den Prozessen und Co. und weniger im Detail
00:11:07: Tagesgeschäft feststeckst. Wenn du auch gemerkt
00:11:11: hast, das ist genau das, was du langfristig haben möchtest, ein eigenes Büro,
00:11:15: wo du der Inhaber bist, aber nicht mehr alles selber machen willst, sondern
00:11:19: wo du ein Unternehmen aufbauen möchtest, was eben Stück für Stück wächst und
00:11:22: gedeiht und finanziell und wirtschaftlich sehr erfolgreich
00:11:26: ist, dann lade ich dich gerne ein, dass du dich bei uns mal für ein
00:11:29: kostenloses Erstgespräch meldest. Alles, was du dafür tun musst, ist auf unsere
00:11:33: Webseite zu gehen www.vuk-digital.com und dich
00:11:36: dort für ein kostenloses Erstgespräch einzutragen. Wir schauen uns mal deine Situation
00:11:40: an, wo du gerade stehst, wo du hin möchtest, was so die Herausforderungen sind,
00:11:44: wo du jetzt gerade davor stehst, in welchem Teilbereich und dann
00:11:48: schauen wir, wie wir dich individuell am besten da
00:11:52: weiterhelfen können. Ich freue mich von dir zu hören und ansonsten bis zur
00:11:56: nächsten Folge. Dein Timo.
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