#129 - Preiserhöhung für Gutachten: So springen dir deine Kunden NICHT ab
Shownotes
In dieser Podcastfolge spricht Timo Stephan darüber, mit welcher Strategie Sachverständige Preiserhöhungen erfolgreich umsetzen, ohne Aufträge zu verlieren. Lerne, wie du deine Leistung optimal kommunizierst, die passende Zielgruppe ansprichst und so deine Profitabilität im Gutachtergeschäft erhöhst.
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00:00:00: Wie erhöhst du als Gutachter erfolgreich deine Preise, sodass die Kunden
00:00:04: eben nicht deswegen abspringen? Genau darüber sprechen
00:00:07: wir heute.
00:00:16: Ich bin Timo, Geschäftsführer von VUK Digital und
00:00:20: vielleicht kennst du das: Du möchtest eigentlich deine
00:00:23: Preise anheben, aber du traust dich irgendwie nicht. Entweder weil du weißt,
00:00:27: was passiert dann? Da gibt es auch wieder Kollegen, die dann günstiger sind wie ich
00:00:31: und dann gehen die Kunden zu dem. Oder aber ich bin
00:00:34: unbedingt auf diesen Auftrag angewiesen. Ich kann mir das nicht leisten, dass wenn wegen eines
00:00:38: Auftrags oder wegen einer Preiserhöhung. Die Kunden auf einmal doch nicht mehr zu mir
00:00:42: kommen. Und so ist es immer ein gewisses ungute
00:00:45: Gefühl, wenn du die Preise nachher abrufst, weil du weißt, eigentlich wäre sicherlich auch
00:00:49: mehr drin gewesen. Vor allem, wenn du dir anschaust,
00:00:53: was aktuell der BVS, der Bundesverband der öffentlich bestellten und
00:00:56: qualifizierten Sachverständigen, empfiehlt, die ja die
00:01:01: ursprüngliche HOAI Honorarverordnung für Architekten und Ingenieure
00:01:04: eben fortfahren und fortgeführt haben und eben da
00:01:08: drin steht Beispielhonorare je nach Verkehrswert und Co.
00:01:12: Und ich spreche mit sehr vielen Sachverständigen, die haben genau diese
00:01:15: Herausforderung, dass sie ihre Preise schon
00:01:19: viele Jahre nicht angepasst haben, sich vielleicht auch ein bisschen dran gewöhnt haben und
00:01:23: gar nicht mehr wissen, was denn wirklich im freien Markt abrufbar ist.
00:01:27: Und erfahrungsgemäß ist auch das eines der größten Hebel, die
00:01:30: Profitabilität deines Sachverständigenbüros zu erhöhen. Denn die
00:01:34: Kosten für dich sind genau die gleichen, ob du das Gutachten nun für 2000 oder
00:01:37: 2500 Euro für abrufst, sprich die Gemeinkosten, was du
00:01:41: nachher an Ausgaben hast. Aber jeder Euro, den du nachher in
00:01:44: deinem Gutachtenpreis erhöhen kannst und der Kunde sagt trotzdem ja, ist dein
00:01:48: direkter Euro, der den Gewinn erhöht, weil dadurch
00:01:52: entstehen keine weiteren Kosten von deiner Seite. Und es ist die Frage: Wie bekommt man
00:01:55: das denn hin? Und dabei gibt es vier elementare Punkte, die
00:01:59: beachtet werden müssen. Punkt Nummer eins ist, du musst verstehen,
00:02:03: dass Preise nicht in einem luftleeren Raum
00:02:07: sind, sondern Preise sind ein Konzept, das, wenn
00:02:10: der Mehrwert, der entsteht, besser ist wie
00:02:14: das, was ich kaufe, dass dann das sogenannte Preis-Leistungs-Verhältnis im positiven
00:02:17: Sinne. ausfällt und dann die Leute
00:02:21: gerne bei dir auch beauftragen. Bedeutet, wenn du es
00:02:24: schaffst, dein Gutachten und das was du anbietest, deine Leistung, deine Lösung so darzustellen,
00:02:28: dass sie einen enormen Mehrwert für den
00:02:32: Auftraggeber darstellen. Und das Wichtige ist,
00:02:35: dass es nicht nur aus deiner Sicht so ist, sondern dass der Kunde das auch
00:02:38: versteht und glaubt und dir abkauft, dass dann auch
00:02:42: ein erhöhter Preis von ein paar hundert mehr oder
00:02:45: weniger im Laufe der Zeit pro Gutachten gar nicht so
00:02:49: groß ins Gewicht fällt. Sprich, der Fokus muss eigentlich viel mehr darauf liegen, dass du
00:02:53: den Mehrwert richtig kommunizierst und auch entsprechend rausstellst, sodass
00:02:57: dann im Verhältnis dazu, egal ob das
00:03:01: Gutachten, wie gesagt, dann 2000, 3000 oder 4000 Euro auch kostet, das in erheblichen
00:03:05: Mehrwertkonstellationen trotzdem ein geringer
00:03:07: Posten ist und die Leute dann gerne beauftragen. Leute, die
00:03:10: Gleichung, die man sich im Kopf stellen kann, ist, wenn der Mehrwert größer
00:03:14: ist wie der Preis, dann wird gekauft. Hier gibt es
00:03:18: allerdings eine riesengroße Ausnahme, und zwar
00:03:20: genau dann, wenn Leistungen
00:03:24: eins zu eins vergleichbar
00:03:28: sind. Man spricht in der Wirtschaft von einer sogenannten Commodity,
00:03:32: englischer Begriff kann sagen, so eine
00:03:35: Art Allgemeingüter. Und das ist eben genau dann, wenn "alle das Gleiche anbieten
00:03:39: zur gleichen Qualität", dass dann statistisch
00:03:43: gesehen eher die günstigeren Anbieter
00:03:47: einfach den Vorzug bekommen, unter der Voraussetzung, dass man
00:03:51: alle Preise kennen würde. Und wie du selber weißt, manche Privatpersonen fragen natürlich
00:03:55: mehr als einen Sachverständigen an, aber das hat zum
00:03:59: einen den Grund, dass sie überhaupt nicht wissen, wo sie
00:04:03: es einordnen können und dass der erste Sachverständige dann auch meistens nicht das beste Gefühl
00:04:06: schon vermittelt hat und sagt, bin mir nicht sicher, sowieso nicht so das
00:04:10: gute Gefühl, ich frage mal nach jemand anderen, ob das denn so stimmen kann. Aber
00:04:13: worauf ich hinaus will, ist, sobald wir eine Commodity haben,
00:04:17: es bedeutet eine Vergleichbarkeit von Leistungen. Sprich, du machst das Verkehrswehrgutachten
00:04:21: nach §198 Baugesetzbuch und die anderen Kollegen aus deinem
00:04:25: Einzugsgebiet, die anderen Sachverständigen machen das genauso und aus Laiensicht gibt es
00:04:28: keine Art von Unterschied bei diesen Produkten, weil es Anführungszeichen immer
00:04:32: das Gleiche ist. Dann ist es natürlich so, dass es sehr unwahrscheinlich ist,
00:04:36: dass du mit dem Gutachten von 4000 Euro für das gleiche Objekt den Auftrag
00:04:40: bekommst, wenn es auch einer für macht, dass höchstwahrscheinlich Qualitätsunterschiede, Erfahrungsunterschiede und Co.
00:04:44: bei den Sachverständigen vorliegt,
00:04:47: ist höchstwahrscheinlich so, aber der Laie kann
00:04:51: es häufig nicht unterscheiden und deshalb nicht in seine eigene Entscheidungsfindung mit
00:04:54: einbeziehen. Deswegen ist das Wichtigste, dass du aus dieser
00:04:58: klassischen Vergleichbarkeit herauskommst. Und das schafft man mit einem
00:05:02: richtig definierten Alleinstellungsmerkmal, einer richtigen Positionierung. Wie das
00:05:06: im Detail geht, hängt immer vom einzelnen Sachverständigen
00:05:10: ab, was da die optimale Herangehensweise ist. Aber du musst dir
00:05:13: vorstellen, wenn diese Verkehrswertgutachten alle ein Apfel wären und
00:05:17: der die gleiche Qualität hat, dann willst du künftig
00:05:20: die Ananas sein. Einfach komplett nicht vergleichbar, sondern eine komplett
00:05:24: eigenes, eine komplett eigene Lösung, die
00:05:28: man nicht mit den anderen Anbietern angeboten da draußen vergleichen kann.
00:05:33: Und genau dann kommt eben das - aus vorhin zum Tragen, dass wenn
00:05:37: Mehrwert, größer Preis, gleich Kauf. Außerdem gibt es
00:05:40: marketingtechnisch noch einige Sachen, die man machen kann, um einfach die
00:05:44: Wahrscheinlichkeit enorm zu erhöhen, dass auch die höheren Preise überhaupt gar
00:05:48: keine oder nahezu keine Rolle mehr in der Kaufentscheidung
00:05:52: spielen. Punkt Nummer eins ist die richtige Zielgruppe
00:05:56: anzusprechen. Denn wie du selber weiß, es gibt einfach Menschen, die haben immer wenig Budget
00:06:00: und es gibt Menschen, die haben einfach mehr Budget, die sind kaufkräftiger,
00:06:03: die haben höheres Einkommen oder sind vielleicht selber Unternehmer und Co. Und haben einfach ganz
00:06:07: andere Budgets, mit denen sie zum einen tagtäglich
00:06:10: arbeiten, aber auch wie du selber weißt, es gibt Leute, die kaufen den
00:06:14: Dacia und es gibt Leute, die kaufen den Porsche. Wenn wir eher diese
00:06:17: höherpreisigen Kunden ansprechen, dann ist auch der Preis,
00:06:21: der dann nicht so krass schwankt. Das heißt ja nicht, dass du dein Gutachten noch
00:06:24: einmal für 40.000 verkaufst, wo du es vorher für zweieinhalb gemacht hast, sondern meistens sind die
00:06:27: sprünge ja in 100 Schritten oder von mir aus auch 1000 mehr,
00:06:32: dass in diesen Bereichen nachher die Preiserhöhung nahezu keine Rolle mehr spielt.
00:06:36: Es ist wichtig, die richtige Zielgruppe zu targetieren, dass die sich von
00:06:40: dir angesprochen fühlen und dass wir diese, ich nenne sie immer
00:06:43: Pfennigfuchser, die sehr preissensible Zielgruppe
00:06:47: im besten Fall auch gar nicht erst auf uns aufmerksam
00:06:50: machen oder auch proaktiv abstoßen. Genauso wichtig ist es zu
00:06:54: verstehen, warum Kunden nachher Nein sagen,
00:06:58: denn jeder möchte oder viele Leute
00:07:01: möchten eigentlich nicht den wahren Grund sagen, warum sie nicht bei dir gekauft
00:07:05: haben und schieben dann dieser ja, es lag am Preis mehr oder weniger vor, weil
00:07:09: es eine einfache Ausrede ist, nenne ich es jetzt mal. Und das
00:07:13: auch hier bei dir häufig dann nachher der falsche Eindruck entstehen kann,
00:07:17: dass du denkst, es lag am Preis und deshalb auch dich nicht traust oder dann
00:07:20: wieder mit dem Preis zurückgehst. Natürlich ist erstmal wichtig, statistisch zu
00:07:24: sehen, mit einer Preiserhöhung zum Beispiel von 20 Prozent rechnet sich das wirklich.
00:07:28: Also wenn du dann 20 Prozent erhöhst und auf einmal nur noch halb so viele
00:07:31: Aufträge bekommst, dann macht das sicherlich keinen Sinn. Aber häufig liegt der eigentliche Grund
00:07:35: dafür an einer komplett anderen Stelle, und zwar dann, dass der
00:07:39: Interessent kein gutes Gefühl hatte, bei dir
00:07:42: zu beauftragen. Denn gerade, wenn es um so sensible Themen geht wie die
00:07:46: Immobilien und es ist nun mal der größte Vermögenswert der meisten
00:07:49: Privatpersonen, dass es sehr wichtig ist, dass man auch ein
00:07:53: gutes Bauchgefühl hat, wenn man einen Auftraggeber beauftragt und wenn
00:07:57: da irgendwas eben nicht passt, irgendetwas in diesem
00:08:00: Kundenanbahnungsprozess mir komische
00:08:04: Vibes gibt, nenne ich es mal neudeutsch, also einfach mich unsicher macht und wo
00:08:07: ich mir nicht sicher bin, dann ist das in den meisten Fällen der Grund, warum
00:08:11: derjenige dann doch nicht zu dir geht, weil er sagt, wenn ich bei beiden ungutes
00:08:14: Gefühl habe, dann gehe ich eher bei dem, der weniger kostet, weil
00:08:18: genau das ist eben häufig eher der Grund.
00:08:21: Bedeutet, es ist wichtig, seinen Verkaufsprozess wirklich zu analysieren. Das ist
00:08:25: auch sehr schwer, das für sich selber zu machen, weil man natürlich blinde Flecken im
00:08:28: Laufe der Zeit einfach aufbaut.
00:08:32: Lässt sich nicht vermeiden. Es ist eigentlich immer wichtig, dass da ein dritter
00:08:36: Partner immer noch mal drüberschaut, den Prozess analysiert, dann auch sehr
00:08:40: wichtig mit Kennzahlen arbeitet, um genau zu sehen, an welchem wo
00:08:43: gibt es diesen Bruch, der auf einmal zum Abfall der
00:08:47: Erfolgsquote, der Auftragsquote führt. Wenn das Thema für dich spannend klingt und du endlich
00:08:51: die Preise anheben möchtest, sodass du weißt, dass du das
00:08:55: auch verdienen kannst, was du eigentlich wert bist und dich nicht ständig unter Wert verkaufst,
00:08:58: was dir auch ein schlechtes Gefühl gibt und nicht wirklich ernst genommen zu werden,
00:09:02: dann solltest du dich unbedingt mal bei uns für ein kostenloses Erstgespräch melden.
00:09:06: Alles, was du dafür tun musst, ist auf unsere Webseite zu gehen
00:09:10: www.vuk-digital.com und dich dort für ein kostenloses Erstgespräch
00:09:13: einzutragen. Wir schauen uns einmal deinen aktuellen Prozess an, deinen
00:09:17: Verkaufsprozess, deine Preisstruktur und wo du auch hin möchtest,
00:09:21: sagen dir auch, was realistisch ist zu erreichen, welche
00:09:24: Steigerungen und schauen dann im Detail, ob und wie wir dir
00:09:27: weiterhelfen können. Ich freue mich von dir zu hören und ansonsten bis zur nächsten
00:09:31: Folge. Dein Timo.
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